Horst Förster
Ja, vielen Dank! Frau Berg, also im Wesentlichen ist da nicht sehr viel gegen zu sagen, aber Sie machen auch den Fehler wie alle hier, dass Sie im Grunde die Gleichstellung falsch verstehen. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Das sagt der Richtige.) Die Gleichstellung will die Gleichberechtigung umsetzen, und die Gleichberechtigung zeichnet sich gerade dadurch aus, dass nicht alles gleich ist, sondern diese Gleichberechtigung auch das Ungleiche, das natürlich Ungleiche berücksichtigt. Deshalb gibt es den Schwangerschaftsurlaub eben auch nur bei Frauen. Und Sie machen wie alle anderen den Fehler, dass Sie die Gleichstellung nur auf die Erwerbsproblematik, nur auf die Erwerbstätigkeit der Frauen beziehen. Sie setzen sich nicht mit dem Kernproblem auseinander, dass Frauen auch Kinder bekommen, dass wir derzeit eine Situation haben, dass 20 Prozent der Frauen keine Kinder haben wollen, dass wir einen Zusammenhang haben (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) zwischen Bildungsgrad, Bildungsgrad und Kinder kriegen – je höher der Bildungsgrad, desto weniger Kinder werden geboren –, (Zuruf von Daniel Seiffert, DIE LINKE) das ist langfristig demografisch eine Katastrophe. Mit alldem setzen Sie sich nicht auseinander. (Thore Stein, AfD: CDU löst die Zuwanderung.) Und jetzt auf die Familie wieder bezogen, Sie sagen zwar einerseits, der Staat soll das nicht vorschreiben, aber Beispiel, die Grundschullehrerinnen sind zu 80 Prozent, also die Grundschullehrer sind zu über 80/90 Prozent Lehrerinnen, die bekommen als Teilzeittätige weniger Geld. Das ist dann also völlig falsch, daraus zu ziehen in der Statistik, dass Frauen weniger bekommen. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Und die setzen die Schwerpunkte anders, das liegt auch in der Natur der Sache. Das werden Sie nie ändern können. Frauen, die auch die Kinder bekommen, (Zuruf von Enrico Schult, AfD) werden wahrscheinlich im Leben die Gewichtung anders vornehmen, wenn es um kleine Kinder geht. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Und dann werden die möglicherweise mit Vernunft und Verstand und weil ihnen das ganz wichtig ist – gerade wenn die Kinder klein sind – vielleicht eine gewisse Zeit in Teilzeit arbeiten, und dann soll man ihnen das nicht nehmen, nicht daraus, keinen Nachteil jetzt ziehen. Vielleicht ist es wirklich wichtiger fürs Leben, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) wenn eine junge Mutter sich, wenn das zweite Kind kommt und die zwei kleine Kinder hat, zwei/drei Jahre vielleicht in Teilzeit geht und dadurch auf eine Karriere verzichtet. Das sind Probleme, die Sie auch mit Ihrer Gleichstellungstheorie letztlich nicht ganz lösen können. Aber da liegen die Probleme, dass Sie …
