Thomas Würdisch
Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Kollege! Was möglich ist, werden wir in den Haushaltsberatungen diskutieren. Wir haben diese Maßnahmen, über die ich jetzt gerade gesprochen habe, und da wird noch einiges kommen, wo ich ausführen werde dazu. Ich denke, wir sind da gut aufgestellt. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Noch mal komme ich gerne zurück darauf, dass ich es sehr begrüße, dass Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen, aber auch die Kinder beziehungsweise deren Eltern für solche Programme stärker sensibilisiert werden. Die Teilnahme an einer Klassenfahrt, haben wir bereits auch schon gehört, darf und muss für betroffene Kinder nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. (Beifall Rainer Albrecht, SPD – Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Ist aber so!) Es darf nicht sein. Hätte die Bundesregierung die ursprünglich geplante Kindergrundsicherung wie versprochen umsetzen können, wären bessere Informationen für betroffene Eltern heute gar nicht notwendig gewesen. (Martin Schmidt, AfD: Wer regierte denn da?) Unsere Schullandheime, Jugendherbergen, Hotels und Hostels zielen nicht nur auf heimische Kundschaft, sondern waren in der Vergangenheit auch immer wieder beliebtes Reiseziel für Klassenfahrten und Jugendgruppen aus anderen Bundesländern, sogar aus unseren Nachbarländern wie Polen und Dänemark. Um bei dieser Gruppe nicht Gefahr zu laufen, den Anschluss zu verlieren, ist es angezeigt, sowohl in enger Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, aber auch mit dem Landesmarketing die Stärken unserer kinder- und jugendtouristischen Einrichtungen auch außerhalb des Bundeslandes besser bekannt zu machen. Bereits jetzt gibt es über EU-Kampagnen wie Erasmus+, Europe for Culture oder Destination Europe international ausstrahlende Jugendaustauschprogramme zum Beispiel mit Israel und mit Polen. So könnten im Kontext des Programms Erasmus+ Partnerschaften mit Jugendherbergen in anderen EU-Staaten aufgebaut werden, um mehr Schüleraustausch und internationale Jugendfreizeiten zu ermöglichen. Was auf jeden Fall mehr Sichtbarkeit braucht, ist laut einer Information aus unserem Brüsseler Büro die Aktion DiscoverEU. DiscoverEU ist eine Aktion innerhalb von Erasmus+. Sie bietet die Gelegenheit, die Vielfalt, Kultur und Geschichte Europas zu erkunden und Menschen aus allen Teilen des Kontinents kennenzulernen. Solche Programme gilt es gerade auf europäischer Ebene noch stärker zu vertiefen und auszubauen, (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD und Torsten Koplin, DIE LINKE) um auch Jugendlichen aus Familien mit weniger Einkommen niedrigschwellige Angebote des internationalen Austausches zu ermöglichen. Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Kinder- und Jugendtourismus ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Er fördert die Bildung, die soziale Integration und die Entwicklung junger Menschen. Mit den gezielten Investitionen einer finanziellen Entlastung der Familien und der optimalen Nutzung von Fördermöglichkeiten können wir sicherstellen, dass dieser Bereich auch in Zukunft stark und lebendig bleibt. Lassen Sie uns also gemeinsam die Weichen stellen für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung des Kinder- und Jugendtourismus! Ich bitte Sie deshalb um Zustimmung zu unserem Antrag in der vorgelegten Fassung. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
