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Henning Foerster

Die Linke 30.01.2025 Sitzungen 8/97

… dann gezeichnet, ne?! Dahinter steckt ja sozusagen die Idee, überzogene Lohnforderungen, ob nun beim Mindestlohn oder im Rahmen von Tarifverhandlungen, könnten Unternehmen zu hohen Preissteigerungen zwingen, was wiederum die Inflation anheizen würde. Also ich bin ja immer dafür, sich dann auch wissenschaftlich solchen Fragen zu nähern. Es gibt Untersuchungen dazu, beispielsweise vom WSI, aber auch von anderen Instituten, und da ist Folgendes festgestellt worden, das möchte ich dann hier noch mal ausführen: Die sogenannte Lohn-Preis-Spirale ist ein Märchen, denn die Tariflöhne sind zwar 2024 preisbereinigt um 3,2 Prozent gestiegen, in den drei Jahren vorher glich die Lohnsteigerung aber noch nicht mal die Inflation aus, sodass das preisbereinigte Niveau der Tariflöhne heute insgesamt auf dem Niveau von 2018 und damit deutlich unter dem Spitzenwert des Jahres 2020 liegt. Und insofern gibt es eigentlich nach wie vor einen Aufholbedarf bei den Löhnen. So, und wenn wir dann auch noch mal gucken, wenn Beschäftigte jetzt weiterhin den gleichen Lohn erhielten, dann – muss man ja dabei immer bedenken – ist er trotzdem weniger wert, weil gleichzeitig die Preise steigen. Und das ist ein Problem, denn wenn die Kaufkraft einbricht, dann gibt es ja niemanden mehr, der die produzierten Waren kauft, und auch der Umsatz der Unternehmen bricht ein. Also ist, Löhne zu stabilisieren, zumindest aus meiner Sicht nicht nur sozial gerecht, (Heiterkeit und Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) sondern auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive sinnvoll, gerade jetzt, in einer Zeit, wo die Konsumnachfrage niedrig ist und es darum geht, den wirtschaftlichen Aufschwung zu befördern.

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