Dr. Sylva Rahm-Präger
Frau Präsidentin, danke, ich möchte gerne darauf antworten. Die GLÖZ-Ziele sind zum Teil so, dass sie schon in der ganzen Breite angewendet werden, also sozusagen fast Fachrecht widerspiegeln. Das ist so eine Diskussion, die man führen muss. Aber es gibt GLÖZ-Ziele, die nicht ausreichend ausgearbeitet sind, die man dann aber, wenn man sie wirklich umsetzen möchte, besser dotieren muss. Also wir müssen überlegen, was ist GLÖZ, was ist Ökoregel, was ist AUKM? Wir müssen dort im Prinzip eine Stringenz einführen, dass das, was die Landwirte dann an ökologischen Leistungen bringen oder an gemeinschaftlicher Leistung, an Leistung für die Gemeinschaft, dass das besser finanziert wird. Das muss besser finanziert werden, darum geht es. Und es muss einfacher sein, weil jetzt das, was wir jetzt haben, ist tatsächlich ein nebeneinanderliegender Regelwust. Ich habe es versucht, an zwei/drei Beispielen zu erklären, wo die Finanzierung aus verschiedensten Töpfen kommt und sich wirklich der Landwirt überlegen muss, wo er das Geld dann für seine Fläche herholt. 45 Euro aus dem Programm, noch mal 130 Euro aus dem Programm dazu und dann noch mal etwas aus einem anderen, genau das brauchen wir nicht, weil das macht es kompliziert. Aber das heißt, Leistungen müssen honoriert werden. Und das bedeutet, wir wollen unsere Standards haben, unsere ökologischen Standards in der Breite, und wir wollen Lebensmittelsicherheit garantieren. Das wird bedeuten, dass wir auf hocheffizienten Flächen auch mehr wirtschaften und intensiver wirtschaften werden. Das wird aber auch bedeuten, dass wir vielleicht auf Flächen, die nicht so viel Erträge bringen können, vielleicht dann mehr von den anderen Regeln oder besser anderen Angeboten annehmen. Aber das wird sich jeder Landwirt überlegen, wie er damit dann umgeht. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
