Franz-Robert Liskow
Herr Schult, wir werden sicher im Laufe der Wahlperiode uns auch zu dem Thema noch äußern. Und entsprechend, was vor einem Jahr war, sehen Sie es mir nach, das war vor einem Jahr und da war ich auch noch nicht der entsprechende politische Sprecher. Das gehört ja zur Wahrheit auch dazu. Und ... (Torsten Koplin, DIE LINKE: Aber der Chef.) Da war ich der Chef, genau. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Auch nicht schlecht. (allgemeine Heiterkeit) Aber sehen Sie es mir nach, ich habe jetzt gar nicht mehr genau auf der Fahne, was vor einem Jahr denn hier für ein Antrag gestellt worden ist. Das werden Sie sicher bei dem einen oder anderen Antrag auch nicht mehr wissen, vermute ich mal ganz stark. Nichtsdestotrotz ist das Thema wichtig und sollte in den Schulen diskutiert werden. Und wir sehen ja ganz oft, dass es eben dort leider viel zu kurz kommt, dass diese wirtschaftlichen und finanziellen Inhalte im Unterricht eben viel zu wenig integriert werden. Und wir sehen ja auch sehr oft, wenn wir uns Lehrbücher angucken, die im Unterricht gezeigt werden, dass sehr häufig auch ideologisch mit den Themen Unternehmertum, Funktionsweisen der Marktwirtschaft oder eben auch dem Kapitalmarkt umgegangen wird und eben nicht verwunderlich ist, dass eben diese finanzielle Bildung im Durchschnitt der Bevölkerung deutlich unter dem Niveau beispielsweise der skandinavischen Länder liegt. (Enrico Schult, AfD: Sehr richtig!) Und auch die Diskussionen der letzten Jahre um das Thema, beispielsweise der Aktienrente, haben ja eben auch gezeigt, dass in Deutschland teils beträchtliche und letztlich eben auch, wie gerade erwähnt, ideologisch motivierte Widerstände gegen bestimmte Bestandteile in der Wirtschaft und in diesem Fall Investitions- und Altersvorsorgekonzepte bestehen, obwohl sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten in vielen anderen Ländern diese Themen tatsächlich sehr bewährt haben. Zu anderen Themenschwerpunkten, die Sie aufgerufen haben, möchte ich kurz erwähnen, dass wir natürlich in der Vergangenheit schon die Verbraucherschutzzentralen gestärkt haben, auch die Sparkassen beispielsweise umfangreiche Angebote machen, zum Thema „Planspiel Börse“ beispielsweise. (Sandy van Baal, FDP: Macht mein Sohn.) Auch einen Sparkassen-SchulService gibt es, und dementsprechend werden wir diesen Antrag heute ablehnen. Aber, Herr Schult, ich verspreche Ihnen, wir werden uns mit dem Thema noch mal befassen. (Zuruf von Sandy van Baal, FDP) Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Thore Stein, AfD: Hoffentlich wissen Sie nächstes Jahr noch, was Sie heute versprochen haben!)
