René Domke
Ja, doch, vielen Dank, denn genau dafür fehlte mir jetzt die Redezeit. Ich halte die Lage in Syrien noch für viel zu unüberschaubar, als dass man jetzt Entscheidungen treffen kann. (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD) Ich stehe zu der Entscheidung, die getroffen wurde, die Verfahren erst einmal auszusetzen, bin aber gleichwohl dafür, dass das Land wiederaufgebaut wird. Ich glaube, das ist auch die Erwartungshaltung der Landsleute, die dort leben, auch derjenigen, die hier sind. Und dass es ein geordnetes Verfahren gibt, dass die Menschen zurückkehren, darüber sind wir uns sicherlich alle einig. Aber es ist im Moment nicht der Zeitpunkt, das beurteilen zu können. Wir wissen noch nicht, wir haben nichts davon, wenn die Situation wieder fragiler wird und sich neue Flüchtlingsströme auf den Weg begeben, möglicherweise diesmal andere, die dann im Bürgerkrieg die Verlierer wären. Das sollte man einmal abwarten. Ich glaube aber nicht, dass es eine Frage ist von Jahren, sondern ich glaube, es ist eine Frage von Wochen und Monaten, diplomatische Beziehungen dorthin zu entwickeln, an einer Stabilisierung weiterzuentwickeln. Ich maße mir aber nicht an, dem Land Vorschläge zu machen, in welche Richtung. Das muss dort in freien Wahlen entschieden werden, das muss dort auf andere Art und Weise entschieden werden. Am Ende geht es darum, möglichst viele am Aufbau, am Wiederaufbau des Landes, denn das liegt wirklich in Schutt und Asche, zu beteiligen. Und das wäre meine Antwort auf die Frage. (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP und Thomas Krüger, SPD)
