Petra Federau
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Guten Morgen, Frau Ministerin! Im November wurde im Hort einer Grundschule in Crivitz ein Drittklässler-Junge mutmaßlich Opfer eines sexuellen Missbrauchs durch ebenfalls Drittklässler, die laut Aussagen der Mutter des Opfers bereits seit Monaten durch aggressives Verhalten gegenüber anderen Schülern auffielen, was auch bekannt gewesen sein soll. Schriftverkehr liegt dazu vor. Nach dem Missbrauchsvorfall wurden auf Drängen der Mutter und der Mutter eines weiteren betroffenen Kindes zwei Elternversammlungen einberufen, einmal für die Eltern der Drittklässler und einmal für die Horteltern. Einige Medien berichteten auch darüber. Laut Aussage der Mutter gab es aber bisher keinerlei wirkliche Unterstützungsangebote durch die Schule und keinerlei Konsequenzen für die beiden mutmaßlichen Täter. Die Mutter hat deshalb den am Boden zerstörten Sohn aus der Schule nehmen müssen und einen Antrag auf Umschulung gestellt. Auch psychologische Hilfe für den Kleinen war anfänglich lange nicht in Sicht. Meine Frage lautet: Welche Kenntnisse haben Sie von diesem Missbrauchsvorfall und welche Konsequenzen müssen aus Ihrer Sicht gezogen werden, dass solche Taten zukünftig verhindert werden? Und welche Hilfe kommt dem Opfer zuteil? (Julian Barlen, SPD: Mutmaßliche Taten.)
