Katy Hoffmeister
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Den Knall, liebe Frau Ministerin, den hören wir wohl, weil der Knall im ganzen Land nicht zu überhören ist. (Beifall René Domke, FDP) Und uns ist auch klar, dass die Reform der Lehrerbildung ein wesentlicher Baustein sein wird. Das heißt, die Frage des Ob steht auch aus unserer Sicht überhaupt gar nicht infrage, sondern die Frage ist das Wie der Reform der Bildung. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Torsten Renz, CDU: So ist es.) Ihr Lehrkräftebildungsgesetz – schon lange im Gespräch – hat jetzt endlich das Licht des Landtages entdeckt, möge man sagen, und Sie haben uns ja eine Menge vorgeworfen und Gegenkampagnen gegen unsere Definition des Einheitslehrers gefahren über einen Gesetzentwurf, über den wir angeblich nur Unrichtiges verbreiten würden. Ehrlich gesagt, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, weil jetzt haben Sie den Gesetzentwurf vorliegen und wir alle auch, und ich darf Ihnen sagen, wir hatten recht, wir hatten von Anfang an recht, der Gesetzentwurf schafft den Einheitslehrer für Mecklenburg-Vorpommern. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Torsten Renz, CDU: So ist es.) Und ob Sie ihn jetzt Einheitslehrer nennen wollen oder nicht oder von mir aus auch Stufenlehrer, es ist und bleibt ein Einheitslehrer, der dort ausgebildet werden soll. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Zuruf von Torsten Renz, CDU) Erstens. Der Gesetzentwurf reduziert die Fachlichkeit der Ausbildung so, dass wir weder einen guten Regionalschullehrer haben werden noch einen hoch fachlich qualifizierten Gymnasialschullehrer. Zweitens. Die Finanzierung dieses Experiments ist – abgesehen von der von der Ministerpräsidentin aus dem Hut gezauberten Anschubfinanzierung von 25 Millionen, denn die anderen 25 Millionen holt man sich übrigens aus den Hochschulen und Universitäten dieses Landes – mit Blick auf die Nachhaltigkeit völlig ungeklärt. (Der Abgeordnete Hannes Damm bittet um das Wort für eine Anfrage.) Und drittens. Dafür soll jetzt der neue Lehrertyp geschaffen werden, die universelle Allzweckwaffe also. Allzeit bereit kann er dann je nach Bedarf zwischen den Schulformen wechseln und sich demjenigen Leistungsniveau situativ anpassen, für jeden Schüler, egal, auf welchem Wissensstand, egal, in welcher Schulform, egal, wie groß die Klasse ist und in jedem Falle immer genau mit dem richtigen pädagogischen Konzept und der Maßnahme.
