Horst Förster
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich habe nur wenig Zeit, deshalb fasse ich mich sehr kurz. (Zuruf von Falko Beitz, SPD) Es ist völlig klar: Keine Übergriffe gegen wen auch immer! Das ist seit jeher unsere Meinung. Aber die Ministerin hat es angesprochen, hinter dem ganzen Thema steht ja viel mehr. Sie sprach von der neuen Realität. Ich spreche davon, dass Normalität auch Bedeutung hat für eine Gesellschaft, die unter gleichen Vorstellungen irgendwie zusammenhalten will. Und es geht hierbei nicht um Homosexualität, das ist deutlich geworden durch meinen Kollegen. Das hat für uns überhaupt keine Bedeutung. Es geht um das, was Sie angedeutet haben, was Sie unter dieser Flagge Queerfeindlichkeit hier propagieren. Es geht darum, dass Sie stehen für ein neues Weltbild des Selbstbestimmungsrechts und der Botschaft von diesen 60 Geschlechtern, dass Sie in allem Ernst leugnen, dass das biologische Geschlecht allein chromosomenabhängig ist und wir das binäre Geschlechterbild von der Schöpfung geerbt haben und zu hüten haben. Sie machen daraus eine Geschlechtervielfalt von über 60 mit offen nach oben, mit allen Varianten. Da muss man sich mal etwas näher mit befassen. Das ist ein irrationales Weltbild. Sie wollen das Abstammungsrecht ändern, das heißt, wir haben dann den gebärenden Vater und die zeugende Mutter. (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD) Das sind die Realitäten – ein Selbstbestimmungsrecht, wo jeder beliebig sein Geschlecht jedes Jahr ändern kann, jedes Jahr wieder ändern kann. (Rainer Albrecht, SPD: Oh nee! Sie sind ja von vorvorgestern. – Zuruf von Beatrix Hegenkötter, SPD) Und wenn Sie sich ernsthaft mit dem Problem der Geschlechtsidentitätsstörungen befassen würden, was Sie sexuelle Vielfalt nennen, (Zuruf von Christian Winter, SPD) dann würden Sie wissen, dass viele dieser Menschen darunter leiden und dass viele multimorbid sind, weil das natürlich zu inneren Qualen, alle möglichen, führt. Alles das schieben Sie beiseite und wollen dieser Gesellschaft ein völlig neues Weltbild aufdrücken. (Rainer Albrecht, SPD: Das steht aber nicht im Antrag. – Zuruf von Christian Winter, SPD) Und indem Sie alles Bisherige auf den Kopf stellen und einer nahezu grenzenlosen Vielfalt hier das Wort reden, ist doch klar, dass das auf Widerstand stößt. Damit wird dann nichts gerechtfertigt, dass man da irgendwie jetzt falsch vorgeht, aber Sie erwarten doch mehr, es wird ja deutlich hier. (Zurufe von Christian Winter, SPD, und Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Für Sie ist doch die Zustimmung sozusagen identisch mit Demokratie, mit Grundrechten und allem Drum und Dran. Und wer da auch nur wagt, einen offenen Diskurs zu führen, den setzen Sie in die demokratiefeindliche Ecke, (Christian Winter, SPD: Da haben Sie sich doch allein hingesetzt.) dem unterstellen Sie, er würde die Menschenwürde infrage stellen, und das ist Ihre Schäbigkeit dabei. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
