Horst Förster
Ja, vielen Dank! Vielleicht zwei Punkte: Sie reduzieren hier in Ihrer Rede den 9. November auf Demokratie und Freiheit. Kann man machen, aber es ist natürlich kein Zufall, dass Sie die Problematik oder die Sehnsucht der Deutschen nach staatlicher Einheit, dass das bei Ihnen völlig zu kurz kommt. Es ging nicht nur um Demokratie, es ging vor allem auch um den lang gehegten Wunsch der Deutschen, wieder in einem Staat zusammenzuleben. Und da komme ich natürlich zu einer Definition, die Ihnen wahrscheinlich nicht, etwas fernerliegt, nämlich, dass ein Volk mehr ist als ein zufällig, die zufällig zusammen dort Lebenden. Ein Volk ist auch das, (Zurufe von Thomas Krüger, SPD, und Torsten Koplin, DIE LINKE) was in Jahrhunderten gewachsen ist durch gemeinsame Erlebnisse, durch die Sprache verbunden sich fühlt, durch die Geschichte, durch seine Kultur und was dann in einem langen Prozess zum Gefühl der Zusammengehörigkeit als Nation gewachsen ist. Das lassen Sie natürlich völlig zu kurz. (Zurufe von Torsten Koplin, DIE LINKE, und Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE) Dann kommen Sie auf die Problematik „Extremismus und Gefahr vor Terrorismus“. Völlig richtig, den gibt es auf allen Seiten, aber wieder kein Zufall, dass Ihnen da nur die Sächsischen Separatisten einfallen. Was ich aus der Zeitung sehe, das ist sicherlich ernst zu nehmen, aber doch wahrscheinlich auch eher so ein kabarettistischer Spinnerverein. Was Sie, Sie brauchen gar nicht so weit zu gucken, gucken Sie zu Ihrem Strategiekongress. Auf Ihrem Strategiekongress wird darüber diskutiert, wie viele Tote es geben wird bei einer Revolution. Und wenn ich aus dieser Kiste komme, wäre ich da ganz vorsichtig, (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) würde ich zumindest zu erkennen geben, dass Sie den Terrorismus aller Seiten sehen und nicht nur blind nach rechts blicken. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
