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Jeannine Rösler

Die Linke 13.11.2024 Sitzungen 8/90

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, lassen Sie mich mit etwas Persönlichem beginnen. Der Abend des 9. Novembers 1989 bleibt mir in lebendiger Erinnerung. Ich schaute mit meinen Mitbewohnern in einer Wohngemeinschaft am Neubrandenburger Ring wie gebannt in den Fernseher und verfolgte die Geschehnisse, die unmittelbar zur Maueröffnung führten. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD – Heiterkeit bei Thore Stein, AfD) Jedes Mal, wenn ich heute um den Neubrandenburger Ring fahre und die mittlerweile schmucke Villa sehe, in der wir damals hausten, kommen die Gedanken und Bilder wieder zurück. Damals war das alte Gebäude in einem fürchterlichen baulichen Zustand, meilenweit entfernt von einer notwendigen Sanierung. Ich erinnere mich, wie in Neubrandenburg bereits Jahre zuvor oppositionelle Kreise, insbesondere unter dem Dach der Kirche und unter dem Dach der Umweltbewegung, oppositionelle Kreise wirkten. Wohl ein Drittel meiner Abiturklasse (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Haben Sie das erlebt oder haben Sie das in den Akten gelesen?) engagierte sich dort mehr oder weniger offen. Im Herbst 1989 drückte mein damaliger Freund die Schulbank der Neubrandenburger Abendschule. Und während er montags neben Mathe und Physik auch noch dem Staatsbürgerkundeunterricht folgen musste, hielt ich mich in unmittelbarer Nähe auf dem Marktplatz auf und erlebte hautnah und mit voller Spannung die Demonstration. Auf dem gemeinsamen Nachhauseweg diskutierten wir über nichts anderes als darüber, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) was sich peu à peu Bahn brach und welche Forderungen und Erwartungen … (Zuruf von Michael Meister, AfD – Glocke der Präsidentin)

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