Dr. Heiko Geue
Ja, vielen Dank, Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, wie Sie gesagt haben, ich habe jetzt mal das aufgeschrieben, den Sachstand. Die Kuppel und der Erzengel Michael – der ist ja Gott sei Dank schon wieder auf der Kuppel, auch die Kuppel, man sieht es ihr ja an, dass sie nach der Reinigung deutlich stärker jetzt auch glänzt –, die Arbeiten waren notwendig, schon seit 2020 notwendig. Das wurde wegen Corona und dann folgender Veranstaltungen immer wieder verschoben. Und jetzt war die Möglichkeit, das im Sommer durchzuführen. Und wären jetzt nicht diese viel mehr Schadstellen dabei herausgekommen nach der Säuberung, obwohl ja die Gebirgssteiger sich das davor schon immer auch angeschaut hatten, die hatten ja gesehen, da gibt es Schäden, aber das sind jetzt doch viel mehr gewesen, deswegen konnte jetzt trotz mehr Arbeit, trotz mehr Beschäftigter nur ein Viertel der Arbeiten geleistet werden. Das ist die Situation, dass wir noch drei Viertel machen müssen. Das dauert, also rund drei Monate wird es auf jeden Fall noch dauern. Das schaffen wir in dieser Witterungslage nicht mehr, weil die Grundvoraussetzung für diese Vergoldungsarbeiten so aussieht, dass es tatsächlich selbst nachts mindestens fünf Grad sein müssen, es darf nicht regnen, wie es jetzt heute zum Beispiel geregnet hat, und nicht zu sehr winden. Das sind also alles Gegebenheiten, die jetzt im Herbst nicht mehr da sind. Also man hätte sowieso Mitte Oktober, irgendwann in dieser Zeit, das Gerüst dann oder die Arbeiten einstellen müssen. Die Problematik, die jetzt noch dazugekommen ist, ist, dass die Gerüstbaufirma im Laufe des Jahres insolvent gegangen ist und wir es dann mit dem Insolvenzverwalter zu tun gehabt haben und da dann erst mal auch sicherheitshalber kündigen mussten, weil nicht klar war, wie es dort weitergeht und ob dann da wirklich noch mal Forderungen gegenüber dem Land entstanden wären. Wir haben eine Gerüstbaufirma jetzt dann beschäftigt. Die Kosten, die damit verbunden sind, um jetzt auch das Gerüst zurückzubauen, werden wir natürlich der Firma in Rechnung stellen, die den Auftrag hatte. Wir haben natürlich nachgefragt, bevor wir das gemacht haben, ob es möglich ist, dass man das Gerüst über den Winter stehen lassen kann. Da wurde uns gesagt, na ja, ihr könnt das Gerüst kaufen für einen deutlichen sechsstelligen Betrag, das ist überhaupt nicht wirtschaftlich, oder jetzt ist dann am Ende gesagt worden, wir könnten es auch mieten für knapp 10.000 Euro pro Monat, was auch nicht wirtschaftlich ist. Deswegen haben wir uns entschieden, an der Kuppel diesen Gerüstteil zurückbauen zu lassen. Den unteren Teil später zurückzubauen oder jetzt, das haben wir inzwischen auch der Firma angeboten, dass der stehen gelassen werden kann, wenn nicht solche hohen Mietkosten damit verbunden sind. Das wird noch auszuhandeln sein mit dem Insolvenzverwalter, also nicht der Firma, sondern dem Insolvenzverwalter haben wir das angeboten. Insgesamt ist die Situation so gewesen, dass es weder wirtschaftlich noch vor dem Hintergrund der rechtlichen Risiken die richtige Entscheidung gewesen wäre, das Gerüst stehen zu lassen. Es musste also jetzt abgebaut werden. Und dass wir das jetzt ein paar Wochen vorgezogen haben, das hat mit dem Tag der Deutschen Einheit zu tun. Das habe ich entschieden. Natürlich, wir haben Nationalfeiertag, Deutschland kommt nach Schwerin, das Schweriner Schloss ist ein Wahrzeichen Mecklenburg-Vorpommerns. Und dass wir da natürlich jetzt nicht das in drei Wochen abbauen, sondern jetzt, ist, glaube ich, hoffentlich nachvollziehbar.
