Manuela Schwesig
Herr Domke, vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Partnerregion Tschernihiw! Ich habe es gesagt, wir haben diese Partnerschaft besiegelt mit Tschernihiw im Beisein des ukrainischen Botschafters. Wir stellen 250.000 Euro für Schutzräume in Schulen der Region zur Verfügung. Und wir haben das Projekt, da möchte ich mich ganz herzlich bei Bettina Martin bedanken, die ja mit einer Reise vor mir in der Ukraine diese Dinge vorbereitet hat, 50.000 Euro zur Verfügung für die Ausbildung von Psychotherapeuten an zwei Krankenhäusern in der Region. Weitere 50.000 Euro stellen wir für die Durchführung eines Feriencamps für Kinder aus der Region bei uns in M-V zur Verfügung. Kinder aus der Region Tschernihiw, vor allem deren Väter an der Front sind oder sogar schon gefallen sind, haben bei uns Ferienlager gemacht in Wismar. Ich habe sie besucht. Dort waren natürlich auch Mütter dabei und Betreuer. Es war wirklich sehr, sehr bewegend. Und wir haben angeboten, wenn Tschernihiw sagt, das ist was Gutes, dass wir das jedes Jahr unterstützen. Unser Eindruck war, dass es sehr, sehr gut für die Kinder ist. Außerdem geht es jetzt vor allem um die wirtschaftliche Kooperation. Das war auch Hauptthema der Ukraine Recovery Conference in Berlin. Und das ist auch die Bitte gewesen von Herrn Tschaus, als ich in der Partnerregion war, dass es jetzt darum geht, über die aktuelle Situation hinaus Pläne zu schmieden, zum Beispiel für wirtschaftliche Kooperationen. Und dafür hat der Botschafter Oleksii Makeiev mit mir gemeinsam vorgeschlagen, dass wir für den Herbst in unserer Landesvertretung planen, ein Wirtschaftstreffen zu machen mit Unternehmen aus Partnerregionen der Ukraine, die schon bestehen, und Bundesländern, die diese Partnerregionen innehaben. Das sind die ersten Dinge, die wir machen, aber wir sind sehr offen dafür – ich weiß, Sie waren selber schon in der Ukraine –, Vorschläge aufzugreifen, auch selbstverständlich Ihrer Fraktion.
