Dirk Bruhn
Kurz vor Schluss bitte! (Thore Stein, AfD: Und wann ist der Schluss?) Sage ich Ihnen dann. (allgemeine Heiterkeit) DIE LINKE geht davon aus, dass für eine boden- oder flächengebundene Landwirtschaft circa 1,5 Großvieheinheiten notwendig sind. Im Ökolandbau dürfen maximal zwei GV je Hektar gehalten werden. Verbildlicht dargestellt muss damit pro Kuh eine Fläche in der Größe eines Fußballplatzes im Betrieb bereitstehen. Eine solche Landwirtschaft, die Tiere hält, die notwendiges Futter auf eigenen Flächen produziert und die Gülle im Betrieb, in Biogasanlagen oder als Dünger auf den eigenen Flächen einsetzt, ist unsere Idealvorstellung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Viehhaltung ohne Fläche sollte wie im Ökolandbau nicht zulässig sein. Um es klar auszusprechen, die sogenannte industrielle Tierhaltung lehnen wir ab. Solche Anlagen wie Alt Tellin oder Medow dürfen nicht mehr genehmigt werden. Und wenn ich den Minister Backhaus richtig verstehe, werden solche Anlagen künftig in M-V auch nicht mehr genehmigt. Mir fehlen in dieser Strategie Zahlen, Zahlen zu Betriebswirtschaft, aber auch Berechnungen. Was zum Beispiel muss ein Liter Milch kosten bei Weidehaltung? Das lässt sich über einen möglichen zweiten Teil beheben. Probleme in der Tierhaltung lassen sich in ihrer Gesamtheit nicht durch Fördermaßnahmen lösen. Hier gibt es nur, hier gibt es für mich nur den Weg über den Rohstoffpreis, was aber auch im Gegenzug heißt, mal abgesehen von Spezialitäten, Orientierung auf heimische Märkte, maximal den europäischen Markt. Fokussierung nur auf Menge ist auch nicht zielführend. Die Oligopolstellung des Lebensmitteleinzelhandels lasse ich mal aus Zeitgründen aus. Punkte wie Forschung, Aus- und Weiterbildung und Ernährungsbildung gehören zu unserer Agenda. Und mal ehrlich, warum man bei gesundem Schul- und Kitaessen mit finanziellen Argumenten agiert, geht mir nicht in den Kopf. Viel zu tun! Ihre Frage! (Thore Stein, AfD: Ach so!)
