Daniel Peters
Aber ich will auch etwas zu Herrn Förster sagen. Herr Förster, wann wachen Sie auf? Wenn Putin-Russland in Kiew steht, in Kraków oder in Kühlungsborn? (Zuruf von Christian Winter, SPD) Wann fangen Sie an, kritisch über Ihre Haltung nachzudenken? Mit Ihrer Argumentation, dass es russische Bevölkerungsteile auch in der Ukraine gab und gibt, mit dieser Argumentation würden Sie es auch legitimieren, dass Russland im Baltikum einmarschiert. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP – Sebastian Ehlers, CDU: Sehr richtig!) Und deswegen, Herr Förster, sollten Sie aufwachen und nicht mit Ihren pseudohistorischen Wahrheiten uns hier belehren wollen, uns hier weismachen wollen, dass Sie eine Strategie hätten, um diesen Konflikt zu lösen. Die haben Sie nicht. Ihre Strategie heißt, die Ukraine soll die Waffen strecken, sie sollen sich ergeben und dann kommt der Ehrenmann Wladimir Putin und wird sich an den Verhandlungstisch setzen. Ich hätte Ihnen, muss ich ehrlicherweise sagen, etwas mehr Intellekt zugetraut. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP – Zuruf von Thore Stein, AfD) Und, meine Damen und Herren, ich will damit schließen, dass wir als CDU auch mit unserer Vergangenheit hier in Mecklenburg-Vorpommern (Zuruf von Martin Schmidt, AfD) eine selbstkritische Rolle eingenommen haben und das auch immer wieder diskutiert haben, (Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und AfD – Glocke der Vizepräsidentin) und deswegen haben wir auch mit der FDP uns dazu entschlossen, auch diesen Antrag zu stellen, der ja abweicht. Und natürlich können wir uns auch in Zukunft bei diesem Thema wieder eine Zusammenarbeit und gemeinsame Anträge vorstellen, aber das verlangt eine selbstkritische Reflexion. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Nicht mehr und nicht weniger verlange ich heute und hier von Ihnen. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP – Zuruf von Jeannine Rösler, DIE LINKE)
