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Katy Hoffmeister

CDU 25.01.2024 Sitzungen 8/73

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Dass das Thema zentral ist und wichtig ist, darüber, glaube ich, besteht hier Einvernehmen. Und dass die Initiative zur Intensivierung der Impfoptionen notwendig ist, darüber besteht auch Einigkeit und wir können jetzt weiter wissenschaftliches Datenmaterial austauschen. Ich bin Ihnen dankbar, sehr geehrter Herr Minister, und auch Ihnen, Herr Koplin, dass Sie das schon getan haben, denn eines, glaube ich, ist besonders wichtig: Wenn wir darüber reden, dann wissen wir, dass wir mit jedem ersten Kontakt, mit jedem ersten sexuellen Kontakt die Gefahr und das Risiko haben, dass man HPV-Viren übertragen bekommen kann, und dass wir dann auch sehen, dass wir im Moment zu verzeichnen haben, dass etwa 8.000 jährlich neu erkranken an Infektionen, und nicht nur an den Infektionen, sondern jährlich erkranken an Krebs, denn das ist der eigentliche entscheidende Faktor. Und ich will einen besonderen Schwerpunkt auf die Jungen legen, wenn ich das in diesem Zusammenhang noch mal sagen darf, denn nicht nur, dass sie Überträger sein können, nicht nur, dass sie infiziert werden können, sondern viel wichtiger ist auch noch, dass wir unter den etwa 8.000 tatsächlich neuen Krebserkrankungen im Jahr davon einfach 1.600 bei Jungen haben. Und das ist eine erhebliche Größe, die es deshalb notwendig macht, auch bei Jungen insbesondere die Kampagne zur Impfung zu intensivieren aus meiner Sicht. Und ich möchte, dass wir uns noch mal ganz kurz doch in das Zahlenmaterial hineinbegeben. Wir haben auf die Impfquoten schon geblickt und haben Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben bei der Frage, wie die Impfquote im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist. Das ist richtig. Aber wir müssen uns noch mal vergegenwärtigen, dass gerade nach Corona die Zahl besonders eingebrochen ist bei den Impfquoten. Und das, finde ich, ist etwas – da bin ich der DAK in dem Zusammenhang auch um diese Studie dankbar –, denn das ist etwas, was uns aufhorchen lassen muss. Wir müssen darauf hinwirken, dass – und da hat der Bundesverband der Kinder und Jugendärzte deutlich recht –, dass wir die Kampagnen verstärken insgesamt und zusammen mit dem Bildungsministerium an den Schulen, denn das ist ein entscheidender Faktor, und zugleich Werbung betreiben bei den Eltern. Es ist wichtig, dass jede Mutter ihrem Sohn oder ihrer Tochter erklärt, was es bedeuten kann. Es ist wichtig, (Horst Förster, AfD: Kann das auch der Vater machen?) dass auch der – ich bin ganz bei Ihnen, Herr Förster, in dem Fall –, dass auch der Vater erklären kann, warum und weshalb das wichtig ist, und deshalb muss diese Kampagne möglichst breit angelegt werden. Und die WHO hat es aufgerufen, sie hätte gerne eine Impfquote von 90 Prozent, und zwar eine vollständige Impfung. Wir reden also nicht nur über eine einmalige, sondern um überhaupt die Wirksamkeit zu entfalten, über eine Zweifachimpfung. Und deshalb ist das Ziel der WHO, 90 Prozent zu erreichen, eines, was zwar sehr sportlich ist, aber was uns anspornen sollte. Und deshalb finde ich die Intensivierungsbemühungen um das Thema besonders wichtig und bedeutend. Eines will ich allerdings auch sagen: Wenn wir den Antrag gestellt hätten, sehr geehrte Kollegen aus der Koalition, dann hätten Sie uns gesagt, den Antrag brauchen wir nicht, (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD) und zwar deshalb nicht, weil selbst die Ministerin ja schon im November, also mit diesem Ansinnen, noch mal deutlich an die Öffentlichkeit und die Presse herangetreten ist. Und Sie hätten erklärt, Ihren Rückenwind, sollte es ein solcher sein, brauchen wir nicht. Ich gebe Ihnen in diesem Fall und unsere Fraktion gerne Rückenwind, und ich hoffe, Sie können ihn gebrauchen. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)

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