Horst Förster
Ja, vielen Dank! Ich muss also zunächst mal zugeben, ich bin eben erst gekommen, ich habe nur den Rest mitbekommen. Aber trotzdem, wenn ich an diese Phase denke, ist es so schlimm, eine Sache rückblickend zu überprüfen und sich neu damit zu befassen, auch um festzustellen, wie wir hier miteinander umgegangen sind, wie wir akzeptiert haben, dass manches wirklich auch nach damaligem Erkenntnisstand völlig überzogen war, zum Beispiel die Strandsperren, die Kinderspielplätze, die gesperrt waren. Und ich habe immer noch – nicht als traumatisches Erlebnis, aber so etwa schon, ich werde es nicht vergessen – in Erinnerung, wie wir hier diskutiert haben, wie wir … Das ging bis dahin, dass wir also mit den Menschenleben rumspielen, menschenverachtend, da habe ich noch sehr gute Erinnerungen. Ich habe für mich empfunden damals, ich habe ja einige Reden gehalten, dass ich immer – ich bin auch mehrfach geimpft, in der Erwartung, dass es hilft, und ich war ja auch dann erkrankt daran, vielleicht hat es geholfen, auch wenn ich im Übrigen, will ich nicht hier diskutieren, aber eine Erkrankung, Hauterkrankung seitdem habe, die mich sehr belastet –, also ich habe sehr gut in Erinnerung, wie wir hier separiert haben und wie wir trotz meiner Bestrebungen, immer die Verhältnismäßigkeit in den Mittelpunkt zu stellen, wie man hier abgewatscht wurde, mit sehr verletzenden Formulierungen. Und ich könnte mir vorstellen, wenn wir da ganz wirklich offen rangehen würden, noch mal manche Dinge uns vorspielen lassen und sehen, wie wir miteinander umgesprungen sind, vielleicht in alle Richtungen, dann könnte das hilfreich sein auch für künftige Debatten, wenn man bei letztlich unklaren Sachverhalten dann doch Urteile trifft und spricht über Kollegen hier, die mehr als verletzend sind. Ich habe das noch sehr gut in Erinnerung. Könnte das nicht hilfreich sein, auch für die Zukunft?
