Thomas de Jesus Fernandes
Ja, das gefällt Ihnen nicht, ich weiß. Sie hatten die Finanzierung angesprochen, dass wir uns dazu nicht geäußert haben, überhaupt so, wie wir uns die Finanzierung vorstellen. Ich begrüße das außerordentlich, dass man von dem DRG-System sich verabschiedet. Man macht es aber eben nicht doch ganz, sondern es bleibt zum Teil dann noch erhalten, und zumindest soll der wirtschaftliche Druck abgemildert werden. Aber genau deshalb, weil es keinen wirtschaftlichen Druck mehr dann gibt sozusagen, muss ja, muss ja Geld fließen, es muss ja Geld in Größenordnungen fließen. Und wir haben, wie gesagt, uns liegen keine Zahlen vor, und die Krankenhäuser wissen eben auch noch nicht, wie sie dann abrechnen sollen, bis die Krankenhausreform überhaupt auf den Weg gebracht werden kann oder bis sie abgeschlossen ist. Es gibt auch die Möglichkeit, weitere Kosten zu sparen, indem man die Bürokratiekosten senkt, ja?! Die ganzen Krankenhausmitarbeiter, Ärzte, Schwestern et cetera sind zur Hälfte ihrer Arbeitszeit nur damit beschäftigt, Nachweise auszufüllen. Das ist auch dem DRG-System geschuldet und den wahrscheinlich misstrauischen Krankenkassen mit ihrem medizinischen Dienst. Auch da muss man ran, weil dann hätte man nämlich eventuell auch 60 Prozent mehr Personal zur Verfügung oder 60 Prozent mehr Zeit am Patienten als am Schreibtisch. Auch das ist wichtig. Da haben Sie jetzt zum Beispiel nicht drüber geredet. Das heißt nämlich nicht, wenn man hier nicht alles anspricht in der Kürze der Zeit, dass man dazu keine Position hat. Das wollte ich hier noch mal ganz klarstellen. Und wir schauen, wie sich die Entwicklung hier weiter vollzieht und wie Sie sich da verhalten und wann Sie endlich konkret Geld in die Hand nehmen hier für Mecklenburg-Vorpommern. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
