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René Domke

FDP 10.11.2023 Sitzungen 8/68

Ja, und eine einfachere Zugänglichmachung. Also es ist ja, im Grunde gibt es ja schon einen Einblick darüber, was passiert eigentlich mit den Menschen, die zu uns kommen. Darum geht es mir, dass auch dokumentiert wird, wo stehen die Verfahren, verkürzen sich die Verfahren. Wir müssen doch auch mal eine Auswertung betreiben des Ganzen, sonst diskutieren wir hier im luftleeren Raum. Also genau das wäre der richtige Punkt, das vielleicht noch etwas, ja, konsumentengerechter aufzubereiten, weil es, glaube ich, auch ganz, ganz viel Druck aus der Debatte nimmt, ja. Gut, ich will noch mal ein paar Punkte aufgreifen, weil ich noch Redezeit habe. Es geht wirklich uns insbesondere darum, und es ist nicht nur die Frage der Arbeit, es ist nicht nur die Frage der Arbeit und der unselbständigen oder nicht selbstständigen Beschäftigung, sondern ich sehe da sogar großes Potenzial für die Selbstständigkeit. Es sind viele auch, die aus Staaten kommen, wo sie es gar nicht gewohnt sind, in eine ganz normale Beschäftigung zu gehen – so, wie wir das hier heute bei uns praktizieren oder haben, sondern, und die auch gar nicht auf Transferleistungen oder irgendwas angewiesen sind –, weil sie das gar nicht kennen, sondern die auch ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen wollen. Und das müssen wir auch ermöglichen. Wir sollten auch mal darüber nachdenken, ob wir nicht auch mit entsprechenden Programmen – ich hatte so was schon mal hier von der Volkshochschule zum Beispiel in Schwerin gehört, dass unter den Ukrainerinnen durchaus auch so ein Gründungsgeist entstanden ist, dass die auch selber gucken, wie sie in die Selbstständigkeit kommen können. Meine Damen und Herren, was Besseres gibt es doch gar nicht! Und ich teile sogar die Auffassung, dass in einigen Gewerbeansiedlungen in vielen, vielen Bereichen dringend Arbeitskräfte gesucht werden. Da wird schon lange auch nicht mehr nur ausschließlich Deutsch gesprochen, da gibt es ganz, ganz viele Firmen, die inzwischen komplett auf Englisch ausgerichtet sind. Das wären doch riesengroße Chancen, wenn wir das hinbekommen würden, (Zuruf von Rainer Albrecht, SPD) dass wir auch Abschlüsse schneller anerkennen, dass wir auch schneller in die Verfahren kommen. Ich bringe immer gerne das Beispiel, ein Freund von mir in Wismar, ein Bäckermeister, ein Innungsmeister sogar, hat zwei afrikanische Beschäftigte. Er bangt jeden Tag, er bangt jeden Tag darum, weil er sie nicht durch die Gesellenprüfung kriegt, weil die Handwerkskammer nicht in der Lage ist, die Gesellenprüfung auf Englisch abzunehmen. Wo ist das Problem?! (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Die stehen nicht im Verkaufsraum, das sind fleißige Mitarbeiter, die er unbedingt behalten will. Wo ist das Problem?! (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Und da müssen wir, und da müssen wir endlich mal, da müssen wir endlich mal rangehen und solche Dinge erleichtern, damit eben nicht die abgeschoben werden, die sich einbringen, die leistungsbereit sind, sondern dass wir wirklich differenzieren können und unterscheiden können. (Zuruf von Rainer Albrecht, SPD) Und da muss sich noch eine ganze Menge bewegen in der Gesellschaft, in der Politik. Ich glaube, wir sind jetzt endlich auf einem guten Weg. Es mag ja sein, es mag ja sein, dass Sie sagen, wir sind endlich in der Realität angekommen. Aber ja, dann lassen Sie uns gemeinsam in der Realität ankommen und lassen Sie uns gemeinsam jetzt auch die Dinge umsetzen und nicht aus irgendeinem Kalkül oder aus irgendeiner Taktik das Ganze kaputtreden! Davon halte ich überhaupt nichts. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP)

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