Reinhard Meyer
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebes Geburtstagskind, (Heiterkeit bei Rainer Albrecht, SPD) Herr Wulff, ich verstehe das ja mit den Öffnungszeiten, aber wenn Sie dann Ihren Parteifreund, den Verfassungsminister der Bundesrepublik Deutschland und Justizminister Herrn Buschmann, dazu bekommen, genau an dem Punkt Regelungen einzuführen, die das uns auf Landesebene erlauben, dann würde ich ja gerne darüber diskutieren, auch gesellschaftlich darüber diskutieren, keine Frage. Aber das wäre schon mal der Hinweis, bevor wir Forderungen stellen, bedarf es eben noch auf anderer Ebene etwas. Das hat aber auch vielleicht damit zu tun, dass wir in Deutschland immer sehr, sehr formal unterwegs sind. Ich kann mich an eine Situation erinnern – als Katholik darf ich das sagen – im katholischen Italien, in einer nicht touristischen Region, als meine Frau morgens sagte, fahr doch mal zum Supermarkt am Sonntag, um einzukaufen. Ich sage, du spinnst, wir sind in Italien. Fahr mal! Bin ich hingefahren, in den nächsten Ort, hatte geöffnet. (Heiterkeit bei Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wurde gleich die Beichte abgenommen.) Wie das sozusagen dann mit der Katholischen Kirche, vormittags am Sonntag geöffnet, sozusagen in Einklang gebracht wird, hat mich schon sehr überrascht, wäre aber manchmal vielleicht in Deutschland ein Hinweis darauf, dass wir pragmatischer mit solchen Dingen umgehen sollten. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, FDP und Steffi Pulz-Debler, DIE LINKE)
