Horst Förster
Ja, vielen Dank! Frau Pfeiffer, es wäre ja gut, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema befassen würde. Mit keinem Wort gehen Sie hier auf die Argumente ein, die es ja offensichtlich gibt. (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) Sie arbeiten mit unglaublichen Unterstellungen. Fragen Sie doch mal Ihre Mutter, ob die sich in ihrem Leben immer als nicht erkannt und nicht gesehen ausgeblendet gefühlt hat! (Beatrix Hegenkötter, SPD: Das steht hier nicht zur Debatte.) Das sind doch alles wahnsinnige Unterstellungen! Und Sie gehen auch gar nicht darauf ein, dass das Gendern eben gar nicht bis zu Ende funktioniert. Sie gehen gar nicht darauf ein, dass diese Ausweichkriterien mit Partizip und so einfach mit unserer Sprache nicht kompatibel sind. Sie unterstellen einfach, wir würden 50 Prozent der Bevölkerung ausblenden. Wissen Sie, die Gleichberechtigung – nochmals – ist in Deutschland doch völlig unbestritten. Ich habe es schon mal gesagt, wir leben nicht bei den Mullahs und wir leben auch nicht in Afghanistan bei den Taliban, wir leben in einem freien Land, wo Gleichberechtigung kein Thema ist. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Nur Gleichstellung, die Gleichstellung numerisch auf allen Gebieten, das müsste doch jeder verstehen, die funktioniert nicht bei bestimmten Berufen. Im Dreck unten die Tiefbauarbeiter oder oben an den Leitungen sind üblicherweise Männer, das wird sich auch nicht ändern. (Michael Noetzel, DIE LINKE:Ja, üblicherweise, üblicherweise, aber eben nicht nur. – Zuruf von Martina Tegtmeier, SPD) An der Front sind es auch üblicherweise Männer. Also Ihre Gleichstellung auf allen Gebieten ist ja nicht funktionabel, funktioniert einfach nicht, oder Sie müssen dann auch sagen, dass Sie sich nur bestimmte Gebiete wie Vorstände, Parlamente, so was aussuchen. Dann müssen Sie auch mal nachfragen, wie kommt es denn, dass in den Parteien weniger Frauen sind. Es gibt immer gewisse Ungleichheiten, die in der freien Entscheidung der Frauen liegen. Also diese Unterstellung ist eigentlich abenteuerlich, das müssen Sie doch merken! Die normalen Menschen in Deutschland kommen ohne Ihr Gendern aus und die haben kein Problem damit, dass damit Frauen nicht gleichberechtigt oder gleichgestellt werden. Sie rennen gegen die Mehrheit des Volkes an, (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD und Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner, fraktionslos) Sie alleine, weil Sie keine Ahnung haben von dem, was die Leute auch zurzeit wirklich bewegt. Und das ist ja das Allerschlimmste! Wir haben so viele Probleme, und Sie befassen sich mit solchen dämlichen Themen! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Sehr richtig! – Zurufe von Michael Noetzel, DIE LINKE, und Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE)
