David Wulff
Ja, sehr gerne. Dann kann ich den Punkt vielleicht noch mal etwas ausführen. Es ist ja nun tatsächlich so, wir haben in Greifswald die Diskussion, ich weiß ja, woanders auch immer die Diskussion, es gibt bestimmte Bereiche, die dann vielleicht manchmal sogar vor einem Deich liegen, wo man eigentlich sagt, na ja, in der Normalsituation könnte man da vielleicht irgendwelche Wohnhäuser bauen, man könnte Gästewohnungen bauen, touristische Bauten et cetera. Man sagt so, nee, das machen wir nicht, weil das ist überflutungsgefährdet. Das ist ja so eine ganz häufige Situation. Wassernah ist halt eigentlich immer besonders attraktiv und eigentlich teuer. So, jetzt können wir uns überlegen und sagen, wir verbieten das komplett. Das ist ein Ansatz, das ist aber nicht unser Ansatz. Wir sagen, wir können das doch ermöglichen unter der Bedingung, dass, so, wie sieht es denn da aus. Dann kann man das Ganze entweder auf Stelzen bauen, man kann quasi in den architektonischen Gegebenheiten gucken, dass man jetzt irgendwie nicht eine Kellerluke direkt auf Straßenhöhe hat, sondern dass man auch da entsprechend mit Hochparterre unten das Ganze schützen kann. Das heißt also, man kann architektonisch in den Baumaßnahmen auch in solchen Gebieten schon im Vorhinein dafür sorgen, dass die Keller nicht volllaufen, dass die Gebäude geschützt sind. So, und da rede ich halt von innovativen Hochwasserschutzmaßnahmen, und das im Ausgleich, wir können die Flächen nutzen, aber unter der Bedingung, dass. So, und ich glaube, dann wird ein Schuh draus, und dann werden wir auch deutlich besser und attraktiver beim Küstenschutz, aber auch in der Attraktivität der Regionen, in den Gemeinden.
