Martin Schmidt
Vielen Dank fürs erhaltene Wort, Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Koplin, es gab anscheinend wieder eine sprachpolizeiliche Ermittlung seitens Ihrer Fraktion. Ich war da etwas überrascht. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Mit Sprachpolizei kennen Sie sich ja aus!) Ich selbst habe mich ja schon viel belesen über die Sprache in der Zeit des Nationalsozialismus, haben wir unten auch eine Bibliothek voll, und bin immer extra darauf erpicht, möglichst keine dieser Worte zu nutzen, die dort aufgelistet sind, um mir ja nichts von Ihnen anhören zu müssen. Und ich habe eben jetzt noch mal gegoogelt und nachgeschlagen und wirklich geguckt, ob das Wort „Versuchsanstalt“ irgendwie damit in Verbindung gebracht werden kann. Ich habe nichts gefunden. Ich habe zahlreiche Institutionen gefunden, auch hier in Mecklenburg-Vorpommern, die sich als „Versuchsanstalt“ selbst bezeichnen, ja, zum Beispiel fürs Schweißen. Ich weiß auch nicht, wo Sie das alles herhaben. Wikipedia zeigt, es ist einfach ein normales Wort (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) für eine Forschungsinstitution. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Wie kommen Sie denn wirklich im Traum darauf, dass das Wort „Versuchsanstalt“, was Sie auch falsch zitiert haben und behaupteten, ich hätte gesagt „Versuchslabor“, irgendwie jetzt was damit zu tun hat? (Julian Barlen, SPD: Wir haben fast 12.000 Lehrer im Land, die arbeiten in Schulen und machen einen guten Job.) Also es ist wirklich absurd! (Julian Barlen, SPD: Die arbeiten nicht in Versuchsanstalten. – Zuruf von Thore Stein, AfD)
