Petra Federau
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geschätzten Kollegen! Es war interessant, mitzuverfolgen, wie hier die Debatten geführt werden. Allen ist gemein, dass Sie erkannt haben oder dass jeder sieht, dass Auswirkungen bestehen. Wie sie interpretiert werden, wie hoch man die Auswirkungen einschätzt, das sind unterschiedliche Ansichten. Das können wir vielleicht auch wirklich hier von hier aus nicht sagen. Dafür würde es tatsächlich einer ausführlichen Studie hier direkt vor Ort bedürfen, so, wie es tatsächlich ja auch die Landesregierung in der Antwort auf unsere Anfrage, die scheinbar kaum jemand von Ihnen gelesen hat, denn da haben wir uns auch auf die Studie, auf die aktuellste, die es nämlich jetzt hier gibt, bezogen. Und selbstverständlich hat unsere Fraktion sich mit vielen, vielen Studien bereits beschäftigt. Und da gerade immer wieder diese Phänomene auftreten und sie überall bestätigt werden, ist dieses ja zum Anlass zu nehmen, gerade in Bezug auf die Ausbaupläne dieser Regierung, hier wirklich, (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Haben Sie sich damit schon auseinandergesetzt, dass der Klimawandel viel, viel größere Auswirkungen hat einfach nur?!) hier wirklich nachzuforschen. Und wie ich es sagte, jede Energieerzeugungsart hat Vor- und Nachteile. Und aus ideologischen Gründen, weil es gerade so en vogue ist, (Zuruf von Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hier die Nebenwirkungen der Windkraft vielleicht außen vor zu lassen, das ist nicht seriös. (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das sind einfach kleine Auswirkungen und es gibt auch große Auswirkungen.) Und danke an Herrn Pegel für die sehr sachliche Dokumentation, (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) die er für Herrn Backhaus abgehalten hat. Also herzlichen Dank hier insbesondere an Herrn Backhaus! Ja, die CDU – sehr guter, sachlicher Beitrag, und ich glaube, auch da wird das Interesse gesehen, hier wirklich zu erforschen, was gerade im Hinblick auf wie gesagt die geplanten Ausbaupläne hier auf uns zukommt, denn bekanntermaßen macht die Dosis das Gift. (Zuruf von Beatrix Hegenkötter, SPD) Und etwas, was vielleicht gut ist und was vielleicht irgendwo Sinn macht, das mag ja, aber wie gesagt, die Dosis macht das Gift. Und gerade die Ausbaupläne, die wir hier in Deutschland verfolgen, da bedarf es unbedingt einer Studie, um eben sicherzugehen, dass wir nicht mehr Nachteile durch Windkraftanlagen nachher im Endeffekt haben als Vorteile. Nicht mehr und nicht weniger erwarten wir. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD und Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner, fraktionslos) Es ist nur immer wieder erstaunlich, dass das, was direkt vor der eigenen Haustür passiert, also Veränderungen, hier nicht interessieren, während auf der anderen Seite, wenn am Amazonas die Bäume gefällt werden, das hat alles Auswirkungen für Sie immer auf das lokale Klima, was ja auch richtig ist. Nur das, was hier vor Ort ist, das interessiert niemanden, und das kann ich persönlich überhaupt nicht verstehen. Und wie gesagt, es gibt weltweit die Studien, die alle in die gleiche Richtung gehen, und deswegen macht es nur Sinn, dieses zu erforschen. Und es kam die Anregung, dass der Bund da eventuell als Auftraggeber fungieren sollte, eine seriöse, unabhängige Forschung in Auftrag zu geben, (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) speziell eben für den Bereich hier auch Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern, weil wir hier am meisten ja auch betroffen sind. Und dieses unterstütze ich natürlich sehr. Wahrscheinlich werden wir dann irgendwann demnächst mit einem Antrag als Bundesratsinitiative dazu kommen. Ich bedanke mich bei allen, die sachlich und seriös und fundiert hier gesprochen haben. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD und Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner, fraktionslos)
