Jacqueline Bernhardt
Sehr gerne. Ich glaube, Herr Förster, bei dem Thema kommt es nicht auf meinen Glauben an, sondern es gibt mehrere Studien, die belegen, dass, wenn Frauen nicht benannt werden, Frauen nicht mitgedacht werden. Wenn man zum Beispiel nach dem „Lieblingsmusiker“ fragt und nicht nach der „Lieblingsmusikerin und dem Lieblingsmusiker“, dann kommt oftmals den Befragten gar nicht in den Sinn, auch an Frauen zu denken. Das beweisen mehrere Studien, da muss ich nicht irgendwie daran glauben oder sonst etwas, da muss ich einfach nur lesen. Und dass sich Sprache wandelt, weil Sie sagten, wir haben seit Jahrzehnten, Jahrtausenden ja dieselbe Sprache, nein, Sprache ist im ständigen Wandel. (Ann Christin von Allwörden, CDU: Genau.) Und weil Sie vorhin den Rat für deutsche Rechtschreibung alle angesprochen haben, der Rat für deutsche Rechtschreibung sagt seit 2018, wir müssen für eine Sprache sorgen, die geschlechtersensibel ist, die möglichst alle Menschen anspricht. Und genau das machen wir mit einem Baustein, mit Paragraf 4 Absatz 2 Gleichstellungsgesetz. Und im Übrigen, finde ich auch, sind wir endlich auch als öffentliche Verwaltung gehalten, das, was viele schon machen – Universitäten, Presse, dpa verkündet 2021, sie verwenden nicht mehr das generische Maskulinum, Wissenschaft, Wirtschaft, alle wenden sich langsam mittlerweile vom generischen Maskulinum ab –, (Petra Federau, AfD: Die Bürger möchten es aber nicht.) und ich finde, es ist ein gutes Zeichen, dass öffentliche Verwaltung auch hier ein Zeichen setzt und Frauen mit einbezieht. (Jens-Holger Schneider, AfD: Aus den verschiedensten Umfragen geht das hervor.) Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
