Sandy van Baal
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Uns als FDP-Fraktion war es wichtig, dass wir diesen Gesetzentwurf schon in der Ersten Lesung einmal andiskutieren, weil das Thema viele, viele Menschen, nicht nur Jäger, viele, viele Menschen im ländlichen Bereich einfach bewegt und weil es uns Freien Demokraten ganz doll wichtig ist, der Jagd als gesellschaftliches Thema und als gesellschaftlichen Zusammenhalt hier in Mecklenburg-Vorpommern einfach auch einmal die Bedeutung zu geben. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP) Sehr, sehr, sehr viele Punkte wurden hier auch schon richtig erwähnt. Und es gab ja auch den Austausch in den Regionalkonferenzen. Das wurde vom Landesjagdverband ja organisiert. Da waren ja auch Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums vor Ort. Viele Kolleginnen und Kollegen waren auch vor Ort. Der Austausch in diesen Regionalkonferenzen war gut, richtig gut, fand ich – ich war auf einer dabei –, sachlich und vor allem kompetent. Es wurde da wirklich lösungsorientiert miteinander diskutiert, von allen Seiten, die da vertreten waren. Schade nur, dass bis jetzt fast gar nichts von den Praktikern im Land mit aufgenommen wurde. Es gibt, das hatten Sie gesagt, Herr Minister Backhaus, über 15.000 Jägerinnen und Jäger bei uns im Land. Wir sind ja zwei davon, wir beide. Und ich weiß nicht, wer hier im Plenum noch diesem Waidwerk nachgeht. (Heiterkeit bei Thore Stein, AfD) Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass wir bald eine Jägerin mehr haben. Und deswegen ist es mir so wichtig, hier kurz darüber zu sprechen, weil dieses Thema ist wirklich wichtig, dass sich jeder, der sich damit auch sachlich und fachlich hier im Plenum nicht auskennt, sich mit diesem Entwurf beschäftigt und alle Verbände da miteinbezieht, nicht nur – wie nannten Sie es, Herr Backhaus? – gesellschaftlich anerkannte Gruppen. Das ist wichtig und richtig, dass die gehört werden. Aber richtig und wichtig ist auch unsere Landesjägerschaft, weil das sind die Praktiker hier im Land und die müssen wir mitnehmen. Die arbeiten vor Ort, die sorgen für einen gesunden Wildbestand, die sorgen für die Hege und Pflege unseres ganzen Kulturraums. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP) Also es wurden viele Punkte angesprochen. Hier werden meiner Meinung nach auch Probleme konstruiert, die es gar nicht gibt im ganzen Entwurf. Es wurde die Mindestpachtdauer angesprochen. Die sehen wir auch sehr kritisch, denn die Mindestabschusspläne, da sind wir uns auch noch nicht ganz sicher, das lassen wir gerade auch noch rechtlich prüfen, ob es in der Form, wie es jetzt da steht … Das muss einfach besser ausformuliert werden. Wer soll es kontrollieren, ob das nicht gegen internationales Artenschutzabkommen auch verstößt? Da sind wir gerade dabei, mehr dazu im Ausschuss dann. Es verstößt unserer Meinung nach auch gegen jagdethische Ansprüche in der jetzigen Form. Deswegen ist es so doll wichtig, dass da einfach noch Änderungen herbeigeführt werden im Ausschuss mit den Praktikern. Jagd ist jetzt schon praktizierender Naturschutz. Jagd ist Ehrenamt, Jagd ist Passion und Jagd gehört nach Mecklenburg-Vorpommern. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP) Mit uns Freien Demokraten wird es keine Diskussion geben, Wald vor Wild, sondern Wald mit Wild. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP) Das kriegen wir auch zusammen hin, und deswegen ist diese Anhörung, die wir auch noch im Ausschuss haben werden, so wichtig. Und ich hoffe, ich hoffe wirklich, dass wir gemeinsam zu einem neuen, guten, praktischen Jagdgesetz in Mecklenburg-Vorpommern kommen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)
