Thomas de Jesus Fernandes
Vielen Dank, Herr Terpe! Sie brauchen doch keine Angst vor mir zu haben. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Also zum Ersten würde ich wirklich mal meinen, hier wird mal ganz verharmlosend von Konsumenten geredet, wobei wir es hier mit einem Personenkreis zu tun haben, der durchaus krank ist, drogenkrank und abhängig. Das ist eine Sucht. Also da sollte man gar nicht verharmlosend von Konsumenten reden, will ich meinen. Wo fängt es denn an, wenn wir hier … Die Altersgruppe haben Sie selbst schon eingedämmt, ja?! Sie wollen, (Zuruf von Daniel Seiffert, DIE LINKE) Sie wollen das ja legalisieren in einem Bereich und wollen es ja erst abgeben ab 18. Jetzt sieht die Realität schon komplett anders aus. Die Leute steigen mit 13/14 ein und von 13 bis 14 hat es, die das probieren wollten, die haben das alles schon genommen. Also schlägt ja Ihr Legalisierungsversuch, der da unternommen werden soll, völlig fehl. (Vizepräsidentin Beate Schlupp übernimmt den Vorsitz.) Was passiert dann mit solchen Leuten? Die Eltern kriegen doch davon erst mal gar nichts mit. Ihr Kind wird apathisch, desinteressiert, fängt vielleicht an, auch die Eltern zu beklauen, weil es Geld braucht für neue Drogen. Und, wie gesagt, dann guckt man, ja was ist es dann, warum hat es Probleme in der Schule, hat das mit der Pubertät zu tun oder etliches, da geht es doch nachher los. Oder gucken Sie sich mal Mittelständler an! Ich habe genug Beispiele, ich habe mich unterhalten mit einer chirurgischen Praxis zum Beispiel, die haben echt Probleme, Personal momentan zu bekommen, und die haben jetzt drei Beispiele, wie gesagt, haben neue Schwestern eingestellt, wo sich die Drogenproblematik aufgetan hat, und solche Leute, die dann da einsteigen. Und, wie gesagt, das ist nun mal Cannabis, die Einstiegsdroge Nummer eins. Das können Sie nicht negieren. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Das ist Alkohol.) Die Leute sind dann nicht mehr arbeitsfähig, die können Sie für den Arbeitsmarkt vergessen. (Zuruf von Michael Noetzel, DIE LINKE) Da fehlt die Eigeninitiative sozusagen, selbst noch irgendwas zu tun, die können Sie vergessen. Und diesen riesen gesellschaftlichen Schaden, der damit angerichtet wird, der wird ja komplett negiert. Der ist bei Alkohol auch da, (Zuruf von Michael Noetzel, DIE LINKE) aber weil es das bei Alkohol gibt, heißt das doch nicht, dass ich noch einen draufsetzen muss, meine Damen und Herren. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Christian Albrecht, DIE LINKE: Aber dann muss es konsequent sein.)
