René Domke
Vielen Dank, Frau Präsidentin! Ich würde gern darauf antworten. Das eine ist, ich hatte ja gesagt, bis jetzt fehlt mir jeder Beleg dafür, dass man überhaupt mit den Amerikanern gesprochen hat. Hat die Landesregierung mit irgendjemandem Kontakt aufgenommen und über diese Sanktionen gesprochen? Möchte ich, stelle ich einfach mal in den Raum. Wir werden sicherlich im Rahmen des PUA dazu noch einiges hören können. Das Zweite ist – auch da betreiben Sie Legendenbildung –, Sie reden immer von dem schädlichen LNG. Ich weiß gar nicht, wie viel LNG ist denn jetzt gekommen aus Amerika? Sie stellen das immer so als Szenario in den Raum. Ich glaube, ich habe gar nicht den Eindruck, dass das jetzt groß Thema ist. Amerika hat bis jetzt nicht so viel LNG geliefert, wenn überhaupt. Und dann sagen Sie immer, das ist umweltschädlich. Haben Sie schon mal die Gasfelder in Russland angeguckt, unter welchen Bedingungen da Gas abgebaut wird? (Beifall Daniel Peters, CDU) Was ist daran nicht umweltschädlich? Haben Sie sich nie hinterfragt, warum die Russen auf einmal ein Interesse haben, Seegraswiesen in der Ostsee zu pflanzen und Bäume von Kitas pflanzen zu lassen in Deutschland, während die Umwelt in Russland aussieht wie Sau? Und ich sage es – nee, „Sau“ ist ja unparlamentarisch –, aussieht wie … (allgemeine Heiterkeit) Na ja, Sie wissen schon, was ich meine. (Zuruf aus dem Plenum: Wie Schwein!) Und deswegen hören Sie auf auch mit diesen Legenden! Man kann die Dinge nicht gegenüberstellen. Ich glaube, wo der Fehler lag, ist in der Bewertung dessen, dass wir ein breiteres Angebot brauchen. Das hat man damals nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Das sind politische Entscheidungen, die vor uns getroffen wurden, müssen wir uns hier nicht anziehen im Landtag. Aber ich sage es gerne noch mal, es mag damals eine andere Bewertung gegeben haben, aber ich frage mich trotzdem, nach der Krimannexion – und das war für mich der Auslöser –, das aggressive Verhalten Russlands war für denjenigen, der es erkennen wollte, erkennbar, und alles, was danach passierte, muss man in diesen Kontext einordnen. Das mag jeder für sich anders beurteilen, aber ich stelle genau diese Frage und gehe genau dieser Frage nach. Und ich weiß nicht, hatten Sie jetzt noch irgendwie ein Thema? Nein, das waren die beiden Komplexe. Sie haben noch ganz viele Themen, aber das können wir ja gemeinsam in weiteren Sitzungen beenden. Aber jedenfalls wollte ich kurz auf diese Intervention eingehen. – Danke!
