Dr. Sylva Rahm-Präger
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hier ist vieles erwähnt worden. Ich würde jetzt gerne noch ein paar Dinge, die ich vorbereitet habe, sagen, und dann würde ich noch gerne eingehen auf das, was hier angemerkt wurde. Also wenn wir uns sozusagen mit der Forschungslandschaft beschäftigen – hier wurde ja schon ein Teil genannt –, dann haben wir natürlich eine breite Forschungslandschaft, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Alles, was sich mit den Rohstoffen oder der Erstellung von Rohstoffen oder Herstellung von Rohstoffen als Biomasse, für die Ernährung oder für die Materialfrage beschäftigt, ist ja relativ umfangreich: Wir haben die Aquakultur mit den entsprechenden Forschungen in Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Rostock, dem FBN, der LFA und der Universität Greifswald. Wir haben den One-Health-Ansatz – im Kontext mit gesundem Boden, gesunder Pflanze, gesunde Tiere –, vorrangig am FBN. Dazu gehört auch die Entwicklung von Inkubatorfleisch, welches auch am FBN beforscht wird und welches sicherlich auch in diese Richtung geht. Ganz wichtig, Bioökonomie: Pflanze als Schwerpunkt der LFA und der Züchtungsforschung – Züchtungsforschung, darauf gehe ich nachher noch ein –, die nachwachsenden Rohstoffe, angesiedelt als Schwerpunkt bei der Universität Greifswald, der LFA und in Anklam, wie hier auch schon richtig gesagt. Wir haben die „WIR!“-Bündnisse – das wurde hier auch schon gesagt –, die „WIR!“-Bündnisse: „WIR!“ steht für „Wandel durch Innovation in der Region“, die durch das BMBF umfangreich gefördert werden. Hervorzuheben ist 3 hier schon das, wie gesagt, das Plant -Projekt, an der Universität Greifswald angesiedelt, LAND-MOOR-MEER. Wir haben den Projektverbund ArtIFARM, der ganz direkt in die landwirtschaftliche Primärproduktion abzielt, die Forschung mit verschiedenen Akteuren und mit verschiedenen Lösungsansätzen, auch zum Beispiel moderne Züchtungsforschung, die Epigenetik, die dort vorangetrieben wird. Zu nennen sind dort, ich sag jetzt mal, Lösungsansätze zum Prädatorenmanagement, zum Herdenschutz, zum Wiesenbrüterschutz aber auch zur passgenauen Dosierung für die Düngung. Die Landesforschung ist aktiv in der Folgenabschätzung von Maßnahmen. Das dürfen wir auch nicht unterschätzen, dass das sehr wichtig ist und auch in so eine Strategie natürlich reingehört, Folgeabschätzung von Maßnahmen. Wir müssen natürlich immer nach hinten raus gucken, wenn wir Maßnahmen ergreifen, die die Fläche betreffen oder die bestimmte Ressourcen betreffen, was passiert nach hinten raus. Vielleicht noch ganz kurz zum One-Health-Konzept. One Health wurde eigentlich von der Medizinforschung seit Corona für sich in Anspruch genommen, aber es ist natürlich ein grundsätzliches Anliegen auch für die Landwirtschaft, weil es heißt, gesunder Boden – gesunder Boden, gesunde Pflanze, gesunde Tiere und damit gesunde Ernährung. Es sind alles Fragen, die hier genannt werden, erneuerbare Energien sind hier genannt worden, die Plasmatechnologie ist genannt worden. Aber es betrifft nicht den Kernpunkt dessen, was wir eigentlich hier mit diesem Antrag bezwecken. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Hier geht es um die Ernährungssicherheit. Dass das alles zusammenspielt, ist klar. Aber wenn wir die Ernährungssicherheit in den Vordergrund stellen, dann gehört natürlich auch Produktentwicklung dazu. Und hier muss ich wirklich den Punkt noch mal setzen. Es wurde genannt das MaltFungiProtein-Projekt der Hochschule Neubrandenburg – ein wahnsinnig gutes Projekt, das Pilzmyzel mit seinen wertvollen Proteinstrukturen zu nutzen. Das reicht uns aber nicht. Zum Schluss brauchen wir Lebensmittel, die im Supermarktregal liegen oder die für uns auch erwerbbar sind. Es reicht nicht, wenn wir dahin kommen. Es reicht auch nicht, wenn wir die Aquakultur vorantreiben wollen. Und wir haben den Absatz für den Wels nicht und bekommen ihn nicht nach oben gearbeitet.
