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Jeannine Rösler

Die Linke 23.03.2023 Sitzungen 8/49

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Als aktives Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr weiß ich sehr wohl aus eigenem Erleben, was diese in der Gemeinde und auch darüber hinaus für die Einwohnerinnen und Einwohner und die Gesellschaft leistet. Ich bin aber auch in Kulturvereinen und in der Schulförderung unterwegs. Als Ausschussvorsitzende unseres örtlichen Kulturausschusses erlebe ich, dass das gesellschaftliche Leben unabhängig von der Größe eines Ortes ganz vielfältig sein kann, auch wenn es keine eigene Feuerwehr gibt. Wir finden so ganz, ganz viele engagierte Menschen in Sportvereinen, in kulturellen und sozialen Initiativen, ja, auch in Freiwilligen Feuerwehren. Jeder und jedem ehrenamtlich Engagierten, egal wo, zolle ich Respekt, und das will ich hier zunächst betonen. Meine Damen und Herren, Ihren Antrag werden wir neben den hier vorgetragenen Argumenten der Bildungsministerin, die wir uneingeschränkt teilen, auch aus folgendem Grund ablehnen: (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Das Interesse an Feuerwehr ist längst geweckt und da passiert viel mehr, als Sie es sich offenbar überhaupt vorstellen können. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Ihr Fokus liegt hier allein auf Schule und dabei blenden Sie völlig aus, was in der Praxis längst gang und gäbe ist und was in der Praxis vor Ort einfach gelebt wird. Schon bei den Kleinen, bei den Kleinsten in der Kita beginnt die Begeisterung für Feuerwehr (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Zu Hause!) beziehungsweise (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Zu Hause bei den Eltern!) das Kennenlernen der Feuerwehr. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Zu Hause! Können Sie sich das vorstellen?) Es ist Normalität, dass die Kitas mit Feuerwehren zusammenarbeiten und auch verschiedene Projekte spielerisch umsetzen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Nee, spielt keine Rolle.) Es gibt Übungen mit der Feuerwehr oder die Kleinen besuchen mit ihrer Kitagruppe Gerätehäuser. Die Feuerwehr ist im örtlichen Geschehen immer präsent, bei Dorffesten, Laternenumzügen, Kinderfesten und vielem, vielem mehr. Von klein auf haben die Jungen und Mädchen immer wieder Berührung mit dem Thema Feuerwehr, und das ist ganz normal und nichts Außergewöhnliches. (Marcel Falk, SPD: Genau so.) Die Jugendfeuerwehren haben im Übrigen einen großen Zulauf, auch das ist sehr schön. Und was mich besonders freut, das Interesse von Mädchen, (Marcel Falk, SPD: Ja.) in die Feuerwehr, in die Jugendfeuerwehr einzutreten, steigt ebenso. In meiner Jugendfeuerwehr beispielsweise haben wir sieben Mädchen und fünf Jungen. Und noch etwas haben Sie überhaupt nicht im Blick: Kinder und Jugendliche informieren sich zunehmend über Social Media. Viele Feuerwehren sind in den sozialen Netzwerken unterwegs, um über ihre Aktivitäten zu berichten, um so Interesse zu wecken und auch, um so Mitglieder zu werben. Meine Damen und Herren, Ihren Antrag braucht keine Feuerwehr, Ihren Antrag braucht niemand. Das ist hier dezidiert und fachlich bestens begründet worden und dem habe ich nichts hinzuzufügen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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