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Beate Schlupp

CDU 22.03.2023 Sitzungen 8/48

Nein, nein! Ich habe genug zu sagen. Ich möchte mich ja mit dem auseinandersetzen, was hier so gesagt wurde. (Zuruf von Henning Foerster, DIE LINKE) Also, wie gesagt, die Universität Uppsala ist da anderer Auffassung, das sind dort die Wolfspezialisten. Ich weiß immer nicht, es wäre mal schön, wenn Sie mal die Quellen nennen würden, die Sie so haben. Auch diese Behauptung, es gäbe keine Korrelation bei den Weidetieren, wenn der Wolf da in der Herde war. Also lassen Sie sich mal von Schafhaltern berichten, was dann mit den Herden los ist, wenn ein Wolf oder ein Wolfsrudel mal in der Herde war! Also die Erzählungen, die sind gravierend. Und, wie gesagt, wo Sie das herhaben, also, wie gesagt, ich kenne keinen Schafhalter, der das unterschreiben würde, aber Sie haben ja auch nicht gesagt, wo Sie das herhaben. Frau Shepley, ja, ich kann vieles von dem teilen, was Sie gesagt haben, manches natürlich aber auch nicht, zum Beispiel, dass nicht irgendwelche Lobbyverbände oder wie auch immer einen guten Erhaltungszustand attestieren. Ich habe es jetzt nicht genau mitgeschrieben, ich habe mir immer rausgesucht … (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Experten“ habe ich gesagt.) Hm? (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Experten sollen das beurteilen.) Experten sollen das beurteilen?! Also ich weiß nicht, wie viel Expertise die Weltnaturschutzunion hat, aber die hat erklärt, dass der Wolf europaweit mittlerweile mit mehr als 17.000 Exemplaren (Heiterkeit vonseiten der Fraktion DIE LINKE) in ihrer unverbindlichen Roten Liste als nicht gefährdet eingestuft wird. Vielleicht sind da auch keine Experten dabei, das kann ich nicht sagen. Trotzdem finde ich auch Ihren Überweisungsantrag sehr charmant und beantrage von daher namens meiner Fraktion natürlich auch für den CDU-Antrag eine Überweisung in den Ausschuss. (Zuruf von Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ja, und dann haben wir noch den Herrn Lange gehabt, wolfsfreie Zonen wird es nicht geben. Ich glaube, ich habe mich schon dazu geäußert. Also Schweden kriegt das hin, und Schweden hat nicht nur freiwillige oder vom Staat verordnete wolfsfreie Zonen, sondern auch ein sogenanntes schwarzes Loch. Das ist ein Gebiet in Schweden unterhalb des Gebietes … (Heiterkeit vonseiten der Fraktion DIE LINKE – Zuruf von Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE) Ja, so wird das in Schweden genannt: ein schwarzes Loch, und zwar deshalb, weil dort, obwohl die Population … (Torsten Koplin, DIE LINKE: Das gibt es doch im Weltall.) Also ich versuche mal jetzt, in meiner Redezeit das vielleicht noch zu erläutern, damit es da keine Witze drüber gibt. Dort hat die Bevölkerung, die eigentlich sehr dünn besiedelt ist, für sich festgelegt, dass sie von Schweden nicht genügend unterstützt wird und hat illegale Entnahmen durchgeführt, sodass dort auch bis dato keine Wölfe sich wieder angesiedelt haben. Also, wie gesagt, es gibt solche und solche wolfsfreien Zonen. Aber zu postulieren, es könne keine geben, Herr Lange ... (Zuruf von Minister Dr. Till Backhaus) Nein! Also erst mal gibt es Regeln hier. Aber außerhalb dieser Regeln, es gibt legale und illegale. Das eine hat der Staat festgelegt zum Schutz der Rentiere, und das andere hat die Bevölkerung festgelegt, weil sie sich vom Staat nicht ausreichend geschützt gefühlt hat. So! (Minister Dr. Till Backhaus: Dann war es illegal. Das war illegal.) Und um jetzt noch einmal der Mär zu entgehen, (Unruhe vonseiten der Fraktion DIE LINKE) dass es keine Gefahr für die Weidetierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern gibt, zitiere ich an dieser Stelle mal die Schäferin Susanne Petersen, die im Zusammenhang mit dem Wolf sagte, und ich zitiere: „Bleiben die Sorgen und Bedürfnisse der ohnehin schon stark belasteten Betriebe unbeachtet, hat die Nutztierzucht im Land keine Zukunft mehr. Sie wird nach und nach aussterben.“ Und wenn Sie das nicht überzeugt, dann weiß ich nicht, was ich noch sagen soll, und bin damit am Ende meiner Ausführungen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)

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