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Thomas Krüger

SPD 21.03.2023 Sitzungen 8/46

Sehr geehrte Frau Kollegin! Sie haben eben ausgeführt, dass es Experten gegeben hat, die deutlich gemacht haben, dass Nord Stream 2 nicht gebraucht worden ist, und haben die Schlussfolgerung daraus gezogen, dass damit eine erste Erkenntnis aus dem Untersuchungsausschuss gezogen worden ist. Ich will Sie darauf aufmerksam machen, dass es unterschiedliche Aussagen von unterschiedlichen Experten gab. Sie haben dann im Weiteren den Namen Herrn Hobohms genannt, des Chefs von Prognos. In der Tat hat Herr Hobohm gesagt, aus seiner Sicht war es nicht zwingend, dass wir Nord Stream 2 haben bauen müssen. Herr Hobohm hat deutlich gemacht, man hätte auch auf LNG setzen können, hat deutlich gemacht, dass LNG eine Alternative gewesen wäre über westeuropäische Terminals. In der weiteren Folge haben wir dann erfahren, dass LNG circa dreieinhalbmal so teuer ist. Ich will darauf verweisen, dass es insbesondere die Grünen waren, die bisher LNG-Terminals in Deutschland verhindert haben. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich will darauf verweisen, dass es offenbar Ihre Alternative ist, dass wir Frackinggas zu dreieinhalbmal teurerem Preis hätten einkaufen sollen. Da sollten Sie vielleicht mal zu Stellung nehmen, würde mich interessieren. Und das, was mich insbesondere interessiert, was ich nicht erklärt bekomme, ist, wenn Nord Stream 2 nicht gebraucht war, warum lässt jetzt Ihr Bundeswirtschaftsminister LNG-Terminals errichten, die mehr Kapazität haben, als Deutschland bisher importiert hat. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Julian Barlen, SPD: Sehr berechtigte Fragen. – Zuruf von Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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