Horst Förster
Vielen Dank! Also, Herr Renz, Sie können sich vorstellen, dass man Ihrer politischen Geografie widersprechen muss. Wenn Sie uns nach Rechtsaußen schicken, weil Sie meinen, Sie stünden in der Mitte, dann irren Sie mächtig. Wir fühlen uns zum Beispiel einer Politik von Helmut Schmidt sehr nahe. (Heiterkeit vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Wir sind mehr in der Mitte, als Sie das glauben. Was politische Geografie bedeutet, hat auch gerade die Außenministerin Baerbock gezeigt, indem sie ja das Zimmer, das seit jeher Bismarck-Zimmer hieß – das war wohl unerträglich für sie, sich an den Staatsgründer erinnern zu müssen –, das hat jetzt einen anderen Namen bekommen. Aber dass Sie der Migration völlig ausweichen bei diesem sehr sensiblen und wichtigen Thema Solidarität, dass Sie sich daran vorbeischleichen, das zeigt im Grunde – und das ist meine feste Überzeugung –, dass Sie zu über 90 Prozent den Ausführungen meines Kollegen Tadsen innerlich zustimmen. (Thore Stein, AfD: Genau.) Das konnte man teils auch in Ihren Gesichtern sehen. Das auszusparen, kann doch nur heißen, dass Sie da keine Argumente haben. Wenn Sie es wirklich nicht in Verbindung mit Solidarität bringen können, dass also illegale, unbegrenzte Migration natürlich zu – das hat ja mein Kollege Tadsen im Einzelnen ausgeführt –, zu einem ungeheuren sozialen Sprengstoff führt, wenn hier der Rentner nicht weiß, wie er über seine Runden kommen soll, wenn einer, der 45 Jahre fleißig gearbeitet hat, sich die Haare raufen muss, weil er sieht, dass egal wer herkommt und wie viel Platz noch ist, der kriegt dieselben Leistungen, das ist doch ein zentrales Thema auch von Solidarität, (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) wo es seine Grenzen hat, wo es noch gerecht ist, obwohl es einfach die Gesellschaft überfordert. Dem weichen Sie aus, weil Sie im Grunde wissen, dass Sie es mit vermurkst haben mit Ihrer Altkanzlerin Merkel. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
