Christiane Berg
Nein. Und hier kommen wir zum Kern des Problems. Es ist eine Ideologie und der Glaube, dass man mit dieser Ideologie die Gesellschaft über die Sprache formen kann, und das halte ich für falsch und in Teilen manchmal gefährlich. (Julian Barlen, SPD: Nein, die Gleichberechtigung der Menschen ist im Grundgesetz geregelt und keine Ideologie. Das ist ein feiner Unterschied.) Und dagegen sollten wir uns als Gebot bürgerlicher Vernunft entgegenstellen. (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD – Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Und es kann sich auch oder es kann auch helfen, wenn wir uns erinnern, Gleichstellung verbessert sich nicht durch das Gendern, es verbessert sich auch nicht, wenn ich einen Frauentag einführe, sondern es verbessert sich mit wirklichen Maßnahmen. Das heißt, gleiche Löhne für Frauen, für Männer und natürlich auch für bisexuelle, intersexuelle Menschen. (Unruhe vonseiten der Fraktion DIE LINKE – Zurufe von Nadine Julitz, SPD, und Steffi Pulz-Debler, DIE LINKE) Es verändert sich mit Parität in Führung. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Ja, auch, auch!) Das ist für mich Gleichstellung. (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP und Thore Stein, AfD) So, und … (Zurufe von Nadine Julitz, SPD, und Ann Christin von Allwörden, CDU) Und jetzt kommen wir mal zurück zum Antrag. Dieser AfD-Antrag, der kann in dieser Beziehung natürlich keine nachhaltigen Verbesserungen erreichen, weil er der Landesregierung vorschreiben will, wie sie zu agieren hat. Und das bringt uns nicht weiter, weil es braucht den Diskurs (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist jetzt aber total inkonsequent!) und es braucht eine gesamtgesellschaftliche Debatte, ob wir das wollen oder nicht. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das braucht eine Mehrheit hier im Parlament, mehr nicht, nur eine Mehrheit im Parlament.) Und dies fordert im Übrigen – auch das, was ich vorhin gesagt habe – der Blinden- und Sehbehindertenverband. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist so, wie sie es in Thüringen haben, diese Mehrheit. – Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) Und bis dahin, meine Damen und Herren, und gerade jetzt in dieser besinnlichen Adventszeit, (Zurufe von Horst Förster, AfD, und Sandy van Baal, FDP) steht es uns allen – Befürwortern und Gegnern – gut zu Gesicht, wenn wir ein wenig abrüsten und wenn wir die Position oder Verständnis für die Position der Gegenseite aufbringen. Meine Fraktion ist dazu bereit, und wir lehnen aber diesen Antrag ab. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU)
