landtag-mv.de ↗

Horst Förster

AfD 08.12.2022 Sitzungen 8/40

Vielen Dank, Frau Präsidentin! Frau Ministerin, ja, ich denke, Sie werden es ertragen müssen. Wir haben ja gestern schon darüber gesprochen, Sie haben ja konkret mich auch angesprochen. Also wissen Sie, man kann ja nichts dafür, in welche Muttersprache man geboren wird. Das sehe ich ja ein. Und in unserer Sprache ist es nun mal so, überhaupt in diesem Komplex von ähnlichen Sprachen, dass das generische Maskulinum seit jeher auch gebraucht wird, dann, wenn es nicht auf das biologische Geschlecht ankommt. Das ist nun mal so. (Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE: Aber das kann sich doch ändern, Herr Förster! – Torsten Koplin, DIE LINKE: Die Gesellschaft ändert sich doch.) Das hat bis vor einiger Zeit niemanden in diesem Lande aufgeregt, bis dann feministische Gruppen auf die Idee kamen, (Zuruf von Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE) den Menschen einzureden, wenn also von Bürgern eines Landes gesprochen wird, dass da möglicherweise nur die Männer gemeint sind. Das ist im Grunde völlig absurd. (Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE: Was ist denn da absurd?) Ich will Ihnen ein ganz einfaches Beispiel nennen, wie schwer auch diese Umwandlung ist, fiel mir eben ein. Nehmen wir mal die Raucher. Ich spreche davon, wie viel Raucher es im Lande gibt, oder ich kann auch sagen, Nikotinabhängige. Bei Rauchern kann ich Raucher und Raucherinnen sagen, bei Nikotinabhängigen fällt es schwer, geht es nicht. Glauben Sie im Ernst, dass irgendwer in diesem Lande, wenn ich von Rauchern spreche oder von Nikotinabhängigen, da irgendwo einen Unterschied sieht und nicht begreift, dass es auf die Menschen ankommt, die rauchen. Und wenn Sie meinen, durch irgendeine Studie belegen zu können, dass sich dann die weiblichen Raucher ausgeschlossen fühlen, ist das einfach Irrsinn. Das ist eine Unterstellung! Und wenn Sie nun auf die Gleichberechtigung zielen, also das muss ich Ihnen nicht sagen, der Artikel 3, der ist ja ähnlich. Gleichberechtigung ist ja übergeordnet, Gleichstellung, das muss man mit Verstand anwenden, und das heißt nicht, dass zwingend oder heißt nicht, dass man zur Auslegung kommt, entgegen der Sprachausübung seit Jahrhunderten, dass Frauen dadurch ausgeschlossen werden. Und wenn Sie zum Beispiel die Straftäter haben, (Zuruf von Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE) auf den Anklagebänken sitzen 80 bis 90 Prozent Männer, so. Und trotzdem deshalb, vielleicht auch deshalb reden wir überwiegend von Straftätern im Negativbereich ohnehin, Sie reden nicht von Verbrecherinnen und Mörderinnen. Sie sagen nicht Mörderinnen, Soldatinnen, und Soldaten sind Mörderinnen und Mörder. (Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE: Doch, selbstverständlich!) Auf die Idee würden Sie nie kommen. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Doch.) Es ist einfach nicht machbar! (Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und vor allem nach Ihrer Theorie …

Alle Reden von Horst Förster Protokoll ↗