Reinhard Meyer
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Zunächst einmal vielen Dank für diesen Antrag, weil er genau in die richtige Richtung weist, wie wir uns Wirtschaftspolitik begleitend in den nächsten Jahren vorstellen! Und man muss sich ja auch Gedanken über sein eigenes Tun und Handeln gelegentlich machen und auch Revue passieren lassen, was man in der Vergangenheit getan hat. Ich gestehe, als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, 20 Jahre her, kann ich mich daran erinnern, wie wir nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland auf Investorenwerbung gegangen sind mit Invest in MV, und wir haben immer als Erstes damit geworben, dass in Mecklenburg-Vorpommern die günstigsten Löhne sind. Das, meine Damen und Herren, ist vorbei. Wir haben zwar im deutschen Durchschnitt immer noch die gelbe oder die rote Laterne, also die niedrigsten Löhne insgesamt, aber angesichts des ganzen Themas „Arbeits- und Fachkräftemangel“ wird es Zeit, dass wir uns anders aufstellen, und wir werben schon lange nicht mehr mit dem Thema „Günstige Löhne in Mecklenburg-Vorpommern“, sondern jedes Unternehmen, das sich bei uns ansiedeln und investieren will, fragt als Erstes, gibt es überhaupt noch genügend Arbeits- und Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern, da, wo ich mich ansiedeln möchte. Und dazu, meine Damen und Herren, gehören unmittelbar gute Löhne. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Was wir gemacht haben in der Förderpraxis der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur, ich habe es im Wirtschaftsausschuss schon vorgestellt, dass wir ... (Der Abgeordnete Torsten Renz bittet um das Wort für eine Anfrage.)
