Petra Federau
Entschuldigung! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir reden hier immer noch zu unserem Antrag. Scheinbar waren wir die Einzigen, die dazu gesprochen haben. (Zurufe vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE: Nee! – Thomas Krüger, SPD: Da täuschen Sie sich.) Und es geht immer noch darum, dass hier unreflektiert auf der Regenbogenportalseite Kinder – wir reden hier von Kindern, wir reden hier nicht von Erwachsenen, sondern von Kindern bis maximal zehn Jahre, die Zugriff auf diese Seite haben –, und man stelle sich diese Kinder vor, da gibt es diese Bundesseiten, also ich sage mal, wenn vonseiten eines Bundesministeriums, eines Landesministeriums dort diese Informationen bereitgestellt werden, ohne auf Nebenwirkungen hinzuweisen, ohne vorher darauf hinzuweisen, dass man einen Arzt konsultieren muss, dass es Nebenwirkungen gibt, das ist dieses, was wir derart kritisieren, was grob fahrlässig, was wirklich … Also wie gesagt, ich habe – auch zu Herrn Krüger, der hatte es ja vorhin, glaube ich, einmal, Herr Krüger, reingerufen, dann stellen Sie doch eine Strafanzeige –, genau dieses habe ich getan. (Thomas Krüger, SPD: Ja, gut.) Ich habe das Bundesministerium und auch das Landesministerium aufgrund der Verlinkung angezeigt. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Und wie gesagt, hier geht es darum, dass keinerlei, bei diesen starken Medikamenten, die hier angepriesen wurden, und ich sage jetzt noch einmal, ja, hier wird geworben. Hier können Sie wirklich …, hier steht: „Bin ich trans-geschlechtlich? Woher weiß ich das?“ Dann steht da ganz einfach: „Nimm dir Zeit. Probiere es aus.“ Dieses „Probiere es aus“, wie ein Spiel ... (Zuruf von Horst Förster, AfD) „Fühlst du dich als Mädchen wohler? Oder fühlst du dich als Junge wohler? Wichtig ist: Es soll dir jetzt gut gehen.“ (Julian Barlen, SPD: Ja, Sie würden dann schreiben, fragen Sie Frau Federau, und die erklärt Ihnen das, oder was?!) „Wie du in 10 Jahren leben wirst, ist egal. Als Mann? Als Frau? Das musst du im Moment noch nicht entscheiden.“ (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Es geht darum, den Kindern den Druck zu nehmen, den sie empfinden.) Es ist falsch, (Zuruf von Julian Barlen, SPD) da auf keinerlei Nebenwirkungen, (Zuruf von Eva-Maria Kröger, DIE LINKE) auf die Risiken hingewiesen wurde. Und das ist grob fahrlässig. (Heiterkeit bei Julian Barlen, SPD: Kann ich mir ganz gut vorstellen, Frau Federau, wie Sie den Kindern das erklären würden. Da haben wir gewisse Vorstellungen davon, wie das dann aussieht.) Genauso sieht es nämlich aus. (Julian Barlen, SPD: Jaja, jaja!) Und dann, und dann, als die große Empörung aufkam, wurde die Seite ganz schnell dann mal vom Netz genommen, um dann, ich sage mal, mit relativ wenig Aufwand und ein bisschen, mit klein wenig Veränderung, da steht ja nachher auf einmal nur: „So kannst du deinen Arzt/deine Ärztin fragen, ob dir Pubertätsblocker vielleicht helfen könnten.“ Na das ist aber toll! Nichts weiter dazu, dass es auch kritische Anmerkungen dazu gibt! (Unruhe vonseiten der Fraktion DIE LINKE – Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das macht doch der Arzt dann.) Dieses, (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das macht der Arzt.) dieses fehlt aber. Großartig, Sie sprechen in leichter Sprache mit den Kindern, aber nicht in leichter Sprache, dass es eben diese großen Nebenwirkungen geben kann. (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Sie sind doch unter ärztlicher Betreuung. Sie haben doch keine Ahnung!) Ich komme (Zuruf von Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) jetzt mal weiter. (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das ist doch Quatsch!) Ich habe hier etwas vorliegen, und zwar, hier steht eindeutig: „Mehr Sachlichkeit: Deutsche Wissenschaftler kritisieren Transgender-Hype bei Kindern … 120 Ärzte und Wissenschaftler in Deutschland haben sich besorgt an die Öffentlichkeit gewandt: Sie rufen in der Frage der Transsexualität Medien zu einer ‚faktenbasierten Darstellung biologischer Sachverhalte nach dem Stand von Forschung und Wissenschaft‘ auf.“ (allgemeine Unruhe) Diese Dinge müssten dort auch draufstehen. Darum geht es. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Niemand bestreitet doch, dass es diese Fälle gibt, niemand, (Zuruf von Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) aber wie damit umgegangen wird, dass Kinder wirklich zu ... (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das sind keine Fälle, das sind Menschen.) Es sind Kinder. Kinder sind Menschen, ja, natürlich. (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Nein, Sie reden doch von Fällen.) Ich muss es aber immer wieder erwähnen, (Zuruf von Christine Klingohr, SPD) dass wir hier von vorpubertären Kindern sprechen, die also maximal zehn Jahre alt sind. (Nadine Julitz, SPD: Was?!) Und wenn wir dann, und wenn wir dann weiter schauen … Na selbstverständlich! Dann schauen wir doch mal weiter, einige Länder sind da nämlich schon weiter. (Zuruf von Julian Barlen, SPD) Zu dem Thema Transgender: Schweden stoppt Pubertätsblocker bei Minderjährigen, weil es nämlich massive Nebenwirkungen gibt. Und ich komme jetzt mal zu einem Punkt, als mein Kollege Herr Fernandes vorhin stand (Heiterkeit bei Sebastian Ehlers, CDU: De Jesus Fernandes heißt er.) und was wir hier unter anderem für großartige Sachen ja auf der Seite der Ministerien finden. So hat zum Beispiel auch …
