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Katy Hoffmeister

CDU 11.11.2022 Sitzungen 8/37

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Sachverhalt zum Regenbogenportal ist jedenfalls klar, von „Bild“ entdeckt im Oktober, ein Sachverhalt, der seit Jahren auf der Internetseite des Regenbogenportals steht. Und ich gehe davon aus, dass wir uns – jedenfalls im Großteil – einig darüber sind, dass eine undifferenzierte und widersprüchliche Formulierung auf dem Regenbogenportal zur Einnahme von Pubertätsblockern zu Recht für Kritik gesorgt hat. Sie schien ja auch – das haben Sie gerade selbst auch noch mal betont, Frau Ministerin – auch in den Augen des Bundesfamilienministeriums nicht unberechtigt gewesen zu sein. Das hat ja immerhin dazu geführt, dass umgehend eine Umformulierung veranlasst worden ist. (Horst Förster, AfD: Nachdem es aufgefallen war, anderen.) Aber … Das habe ich gerade gesagt, Herr Förster, ʼne, von „Bild“ entdeckt im Oktober dieses Jahres, nachdem es seit Jahren auf dieser Seite stand. (Horst Förster, AfD: Genau, genau.) Aber lassen Sie mich deshalb trotzdem deutlich sagen, dass die Verschreibung und die Einnahme von Pubertätsblockern mit größter Sensibilität behandelt werden muss. Und ich bin fest davon überzeugt – und daran habe ich nicht den Hauch eines Zweifels –, dass kein Arzt diese leichtfertig verabreichen würde. Diese Situation, die Sie hier beschreiben, teile ich nicht. Der Einsatz von Pubertätsblockern ist auch in der Fachwelt nicht unumstritten. Grundsätzlich geht immer eine entsprechende psychotherapeutische Behandlung voran und weiterhin einher. (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: So ist es.) Und ich bin ganz sicher, dass die ursprüngliche Formulierung keine Behandlungsempfehlung der Bundesregierung war, doch mit Blick auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen, die unsicher mit ihrer geschlechtlichen Identität sind, eine zumindest sehr, sehr fahrlässige. Der vorliegende Antrag der AfD hilft in der Sache jedoch nicht weiter, jedenfalls nicht so, wie er formuliert ist. Vielmehr instrumentalisiert und polarisiert er, und er wird der Komplexität dieses Themas und der Hintergründe im Ansatz nicht gerecht. Und er hilft, meine sehr geehrten Damen und Herren, insbesondere nicht den betroffenen Kindern und Jugendlichen weiter. Ja, auch wir lehnen den leichtfertigen Umgang mit Pubertätsblockern ab. Genauso jedoch ist Ihr Antrag aus den vorgenannten Gründen abzulehnen, besonders bei II.2 – auch Sie haben darauf hingewiesen, Frau Ministerin –, denn der ist aus meiner Sicht nicht nur an den falschen Adressaten gerichtet, sondern auch besonders abenteuerlich. Abgesehen von der Sinnhaftigkeit könnte ich mir bei viel Fantasie nicht vorstellen, wie Sie diesen Punkt durch die Landesregierung umgesetzt haben wollen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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