Horst Förster
Frau Präsidentin, vielen Dank! Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen und noch mal kurz auf Frau Schmidt eingehen. Zunächst möchte ich feststellen, dass diese Aussprache ja wirklich diesmal in einem sehr versöhnlichen, ordentlichen Ton stattfand. Das ist ja geradezu erfreulich. (Julian Barlen, SPD: Bis auf Ihren!) Und deshalb habe ich auch das Bedürfnis, noch mal richtigzustellen, dass ich natürlich nicht grundsätzlich gegen das bin, was Sie dort geschildert haben, sondern wenn man mal ernsthaft darüber diskutiert, geht es ja dann politisch um die Frage, brauchen wir diese besonderen Beteiligungsformate überall. Und ich denke, das kann man so und so sehen. Und ich sehe eine gewisse Gefahr eben – das wurde ja heute auch schon mal angesprochen –, dass die Dinge aus den Parlamenten hinaus woanders hingetragen werden. Wenn Sie bedenken, dass das eine Gruppe ist, also über ein Drittel der Bevölkerung, und dann haben wir ein Altersparlament für diese – neben all den vielen gesetzlich vorgesehenen Parlamenten, wo dann diese Altersgruppe natürlich auch vertreten ist, ein Drittel der Bevölkerung –, dann haben wir hier dann dieses Altersparlament, wo ich nicht weiß, wie die bestellt werden. Ich vermute, dass das Personen sind, die von den Parteien benannt werden, also nicht richtig demokratisch gewählt, also ohne eigentliche demokratische Legitimation. Ja, brauchen wir das vom Prinzip her? Bringen die wirklich neue Erkenntnisse, die nicht alle anderen in dieser großen Gruppe haben können? (Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE: Ja!) Das kann ich mir nicht vorstellen. Alles, was Sie an Forderungen gesagt haben, die kennen wir doch. Die werden vielleicht hier und da nicht hinreichend beachtet, nicht hinreichend auch benannt oder gefordert, davon sicherer Schulweg und, und, und, Einkaufsmöglichkeiten, alles, was es da gibt, das kennen wir alle. Wir sind doch entweder selbst schon alt beziehungsweise in dieser Gruppe gibt es ganz viele Alte, oder wir haben das zu Hause bei der eigenen Mutter oder dem Vater erlebt. Also jedenfalls, ich will nur zum Ausdruck bringen, ich fand das hier alles in Ordnung, und die ganzen Tätigkeiten, das ist meine Philosophie, das kann lebendig und von unten wachsen, ohne diese jetzt staatlich organisierten oder kommunal organisierten Beteiligungseinordnungen, so vielfältig das Leben eben ist. Das war mir also wirklich ein Bedürfnis, das noch mal zu sagen. Und, na ja, vielleicht will ich auch noch mal sagen, es war ja ganz versöhnlich, bis auf Frau Klingohr, die dann wieder hier von Demokraten im Sinne von Spezialdemokraten sprach. Das ist ja jetzt der neue Ton hier. (Zuruf vonseiten der Fraktion der SPD: Ihr Ton.) Machen Sie weiter so! Damit sondern Sie sich ab aus meiner Sicht, und Sie treffen nicht uns. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
