Martin Schmidt
Vielen Dank fürs Wort, Frau Landtagspräsidentin! Sehr geehrte Frau Oehlrich, also ich finde das schon ein bisschen unzusammenhängend, wie Sie das alles darstellen, bis sogar hin zu wirr. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Überhaupt nicht wirr, das war sehr deutlich!) Also einerseits sagen Sie, wirklich ein großer Anteil der Leute, die anscheinend aus Ihrer Sicht relevant sind, sind Neonazis, die zu diesen Demos gehen, (Julian Barlen, SPD: Das hat sie nicht gesagt.) und auf der anderen Seite ist wirklich erwähnenswert für Sie, dass dort sehr viele Bürger sind, die – na ja, wie soll ich sagen – eine Art „Nürnberg 2.0“ wollen, die sozusagen in der Regierung … (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das hat sie nie gesagt.) Das hat sie eben gesagt. … Nazis sehen, „Mengele“ war hier das Thema und solche Geschichten, also die sich sozusagen so fühlen, als ob sie unter einem Naziregime leben würden. Und das klingt ja für mich wiederum auf der anderen Seite so, als ob diese Leute eben keine rechtsextremen Nazis sind, sondern eher den Autoritarismus, den Sie so bewerten, als Gefahr für sich selbst erachten. Und da wünsche ich mir eigentlich, dass Sie vielleicht noch mal erklären, wie das alles zusammenhängt, ob Sie wirklich der Meinung sind, dass es da einen Zusammenschluss gibt von, ja, Nazis, von Leuten, die Angst haben vor Nazis und Nazis verurteilen wollen in Nürnberg, oder ob für Sie wirklich der Großteil der Bürger dort einfach nur normale Leute sind, die jetzt ihren Unmut bekunden wollen, die nicht wissen, wie sie ihre Gasrechnung bezahlen sollen aufgrund der GRÜNEN-Politik, die nicht wissen, ob ihre Heizung überhaupt angeht wegen der GRÜNEN-Politik. Und das wäre mir ein Anliegen, dass Sie noch mal erklären, (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Hat sie doch mehr als einmal beschrieben.) wie das alles in Ihrem Kopf zusammenhängt.
