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Daniel Seiffert

Die Linke 05.10.2022 Sitzungen 8/32

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Erhebung von Daten bildet die Grundlage für wissenschaftliche Arbeit, für die Entwicklung von Strategien, für Planungen, für politische Arbeit, für die Verwaltung auf allen Ebenen, ob in der Privatwirtschaft oder auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Jetzt kommt der Belehrungsteil.) Insofern kann ich die Motivation der GRÜNEN-Fraktion nachvollziehen, diesen Antrag vorzulegen. Und es stimmt natürlich, dass der letzte Agrarbericht von Mecklenburg-Vorpommern, der auch diesen Titel trug, aus dem Jahr 2011 stammt. Die Berichterstattung wurde aber nicht eingestellt. Wie Sie selbst einführten, wurde die Berichterstattung umgestellt und seither das Statistische Datenblatt vorgelegt. Was waren aber die Gründe, diese Form des Agrarberichts einzustellen? Dazu haben wir heute schon einiges gehört. Der Arbeits- und Personalaufwand stand keinem adäquaten Nutzen gegenüber. Sie sagen nun, dass seit nunmehr zehn Jahren eine fundierte Informationsquelle für die Öffentlichkeit fehlt. Das kann ich so nicht nachvollziehen. (Marc Reinhardt, CDU: Siehste!) Deshalb möchte ich an dieser Stelle für alle Kolleginnen und Kollegen hier, die sich weniger mit Land- und Ernährungswirtschaft und Verbraucherschutz befassen, kurz den Inhalt des Statistischen Datenblattes aufzählen. Es gibt die Kapitel: (Zuruf von Thore Stein, AfD) „1. Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern 2. Beschäftigte 3. Märkte der Agrarwirtschaft 4. Forstwirtschaft 5. Fischerei 6. Wirtschaftliche Ergebnisse 7. Ländervergleich – ausgewählte Länder 8. Natur und Landschaft 9. Wasser und Boden 10. Vorsorgender Verbraucherschutz“ (Thore Stein, AfD: So bekommt man eine Rede auch zusammen.) Zu diesen Punkten gibt es jeweils mehrere Unterpunkte, die wiederum Unterpunkte haben. Alle Daten sind jeweils in tabellarischer Form und grafisch dargestellt. Was fehlt, ist die im früheren Agrarbericht des Landes enthaltene textliche Einordnung der Daten oder die sich immer wiederholende Darstellung rechtlicher Grundlagen. Nun kann man immer bemängeln, dass es immer noch zu wenige Informationen sind, und an der einen oder anderen Stelle kann man sich immer mehr Infos wünschen. Deshalb aber ein umfangreiches Berichtsdokument wiederzubeleben, befürworte ich nicht. An einer Stelle gehe ich mit Ihren Anregungen aber mit: Ich kann mir vorstellen, dass diese Rohdaten, auf denen diese Blätter beruhen, parallel in digitaler Form, zum Beispiel als eine Excel-Tabelle, zum Herunterladen bereitgestellt werden könnten. Das sollte heutzutage eigentlich nicht die große Hürde darstellen, würde aber zum Beispiel die Auswertung des Statistischen Datenblattes ungemein erleichtern. Doch Ihren Antrag brauchen wir dafür nicht. Wir lehnen ihn ab. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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