Christiane Berg
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das Anliegen des vorliegenden Antrages ist grundsätzlich zu unterstützen. Und wir hatten es schon gehört, es schließt in Teilen auch an den Antrag BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vorhin, Anschlussregelungen ans 9-Euro-Ticket schaffen, an. An Mobilitätsbedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, ein daran orientiertes und ermäßigtes und landeseinheitliches sowie ganzjährig in sämtlichen Nahverkehrsangeboten gültiges Ticket zu schaffen, hätte viele positive Aspekte. Unabhängig davon – Schulweg –, den ÖPNV nutzen könnte man für Sport, für Freizeit, für viele schöne Sachen nutzen. Die Konstruktion eines solchen Tickets ist vorstellbar. Die Finanzierung erscheint etwas schwieriger. Das zeigte vorhin die Diskussion um das 9-Euro-Ticket. Aber unabhängig von den Mitteln für das Ticket bliebe das entscheidende Problem nicht gelöst, nämlich es würde im ländlichen Raum die Mobilität von Kindern und Jugendlichen nicht verbessern, solange es eben das ausreichende, attraktive Angebot des ÖPNV noch nicht gibt. Das haben wir alles schon gehört. In weiten Teilen könnten also Kinder und Jugendliche von dem geforderten Ticket weniger profitieren und somit würde mit der Subventionierung eines landeseinheitlich ermäßigten Tickets aus dem Landeshaushalt wieder einmal der ländliche Raum benachteiligt. Deshalb, das Ticket ist wünschenswert, aber hier würde der zweite Schritt vor dem ersten gemacht, nämlich uns erscheint es wichtig, öffentliche Mittel zuerst für die Angebotsverbesserung einzusetzen. Wir werden uns daher enthalten und ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Zuruf von Andreas Butzki, SPD)
