Thomas Würdisch
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie werden sicherlich nicht erstaunt sein, mich hier vorne kurz zu sehen. (Torsten Renz, CDU: Doch, ich bin erstaunt.) Die Wasserburg Divitz liegt in meinem Wahlkreis (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) und ich darf seit vielen Jahren bereits dieses Projekt mit begleiten. (Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU) Und es sind in den letzten Jahren viele Besucher dort vor Ort gewesen (Zurufe von Thore Stein, AfD, und Torsten Renz, CDU) und wir unterstützen natürlich dieses Projekt. Die Wasserburg Divitz ist in der Tat ein Schatz in unserem Land aus einer lange zurückliegenden Zeit, der darauf wartet, gehoben zu werden. Sie ist ein Beispiel dafür, dass unser Land – und Vorpommern im Besonderen – für den Tourismus mehr zu bieten hat als nur die Ostseeküste, eine Anlage, die, wenn sie selbst sprechen könnte, uns sehr viel über das, was unsere Vorfahren getan haben und über die Geschichte unseres Landes mitteilen kann. Ich persönlich fühle mich bei den Aufenthalten dort immer wieder sehr mitgenommen von der Geschichte und hier und da fühlt man sich auch zurückversetzt in die Zeit, als diese Anlage noch aktiv genutzt wurde. Und bei meinen immer wiederkehrenden Besuchen vor Ort – und wie gesagt, ich bin nicht nur zu Wahlkämpfen dort – habe ich gemeinsam mit dem Direktor des Barther Stadtmuseums und dem großen Verfechter dieser Anlage, Dr. Gerd Albrecht, sehr viel hören und sehen können. Von hier aus möchte auch ich all den Mitstreitern des Fördervereins für ihren unermüdlichen Einsatz für dieses wichtige Denkmal unserer Geschichte herzlichst danken. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, ja, an dieser Stelle müssen wir auch konstatieren, dass es uns bisher nicht gelungen ist, dieses Projekt auf die richtigen und erfolgreichen Gleise zu setzen, und das, nachdem wir von der Bundesseite große Unterstützung bekommen haben. Wir haben es gehört, mit Engagement und großem Einsatz unserer ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen und Eckhardt Rehberg konnten fast 10 Millionen bereitgestellt werden. Dafür unseren herzlichen Dank! Aber es ist in den letzten Jahren auch viel diskutiert, besprochen worden. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Es gab Besuche und Erklärungen, warum manches an dem Projekt geht, warum manches nicht gehen soll und wie und wo und was getan werden muss, um das Projekt anzugehen und wie die Ideen umzusetzen sind. Der Förderverein, die Stadt Barth, die Gemeinde Divitz-Spoldershagen als Heimatgemeinde der Wasserburg haben viel Herzblut und Zeit und Engagement in dieses Projekt gesteckt, von manchen belächelt, von manchen durchaus kritisch befragt und von manchen aber auch mit Zuspruch versehen, dieses so wertvolle Kulturgut auch zu erhalten. Es ist nun an uns, gemeinsam dieses Projekt zu begleiten, Bundes-, Landes-, Kommunalpolitik mit dem Förderverein vor Ort und ohne Parteiengerangel. Und ich nehme die Einladung der Kollegen der CDU sehr gerne an, dass wir das auch gemeinsam vor Ort tun. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Land, der Landkreis und die Gemeinden sind bereits in Vorleistung gegangen. Die Ministerin hat die Summen genannt. Geben wir also den Akteuren vor Ort die Chance, ein tragfähiges Nutzungskonzept für die Wasserburg vorzulegen, gemeinsam mit uns. Meine Unterstützung haben die Akteure vor Ort auch weiterhin. Und angelehnt, so möchte ich zum Abschluss sagen, an eine bekannte Werbung des Technischen Hilfswerkes, vielleicht haben Sie es in den letzten Wochen und Monaten gesehen, möchte ich sagen, lasst uns übers Machen sprechen. (Heiterkeit bei Thore Stein, AfD – Torsten Renz, CDU: Sehr richtig!) Aber dafür braucht es diesen Antrag der AfD nicht. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
