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David Wulff

FDP 01.07.2022 Sitzungen 8/28

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Ich freue mich, dass wir doch auch am Ende einer so langen Woche und auch so langer Tage doch eine durchaus angenehme und sportliche Debatte zum Thema E-Sport haben. (Beifall und Heiterkeit bei Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich hatte ja schon so ein bisschen das Gefühl – hier und da kam ja die Woche immer schon mal ein kleiner Seitenhieb auf diesen Antrag –, dass sich doch viele darauf gefreut haben, sich heute darüber zu unterhalten. Und ich habe auch den Eindruck gewonnen, dass viele noch mehr Spaß daran hätten, wenn wir uns intensiver mit dem Thema auseinandersetzen, auch in den Ausschüssen. Deswegen beantrage ich jetzt schon mal formal die Überweisung des Antrages federführend in den Finanzausschuss und mitberatend in den Sozial- und Bildungsausschuss – Finanzausschuss deswegen, weil eines der Kernanliegen dieses Antrages die Gemeinnützigkeit an dieser Stelle ist. Und, Herr Albrecht, Sie hatten ja gefragt, ob wir denn kein Vertrauen in die Bundesregierung haben – haben wir, aber das ist ein Bundes… (Torsten Koplin, DIE LINKE: Aber nicht in dem Punkt.) Also dieses Gesetz, wenn es dann nachher geändert wird, das wird im Bundesrat dann auch noch mal kommen, und da möchte ich ganz gerne auch, dass unsere rot-rote Landesregierung (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Auch gut informiert.) dementsprechend zustimmen wird. Deswegen können wir da gerne noch mal ein bisschen uns weiter drüber unterhalten. Aber, Herr Kollege Brade, einen Computerspieleinzelhändler werden Sie auch nicht finden, das ist das falsche Metier. Also früher gab es das Ganze noch im Media Markt, da hat man sich dann die CDs vielleicht noch mal irgendwie gekauft, (Christian Brade, SPD: Vor allen Dingen im Schlosspark-Center.) aber im Wesentlichen werden die Spiele heute alle online gezogen. Das ist so die moderne Infrastruktur, wie das … Einen gibt es noch, einer hat noch überlebt. (Heiterkeit bei Christian Brade, SPD: Der im Schlosspark-Center. Sie müssen da mal hingehen!) Dann ist das ein sehr positives Zeichen für Schwerin, dass diese Szene hier lebt. Aber ich glaube, von einem Gedanken, da müssen wir wirklich wegkommen: Das, was der DOSB sagt und der Landessportbund, das ist völlig richtig, also dass E-Sport nicht gleich Sport ist. Und das, was wir als Sportler unter Sport verstehen … Also ich mache jetzt auch keinen Schwimmwettkampf irgendwie an der Konsole, das ist auch irgendwie ein bisschen trocken dann an der Stelle. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD) Aber man muss schon wirklich gucken, dass man gerade die anderen Charaktere von E-Sports, dieses Gemeinschaftliche, die anderen Trainingseffekte da mit drin hat, dass man sich eher doch in diese Richtung bewegt, gerade bei der Gemeinnützigkeit. Und wir haben ja auch von dem Kollegen Albrecht gehört, das Ganze beginnt ja irgendwie erst ab acht Stunden und davor ist das wahrscheinlich eher so ein bisschen Freizeitspaß. Und ich glaube, gerade wenn wir uns in diese Diskussion reinbewegen, macht es doch gerade Sinn – das hat der Kollege Waldmüller doch auch gesagt –, dann macht man geordnete Strukturen, man macht das in geordneten Vereinsstrukturen, man hat irgendwie auch eine gewisse Anleitung, man hat vernünftige Spielzeiten, und man schafft es ja sogar, gerade diese Suchtpotenziale oder das Abdriften in falsche Ecken, die man vielleicht nicht fördern möchte, vernünftig zu kanalisieren. Und das bringt es doch, wenn wir das gerade vereinstechnisch organisieren und auch mit einer Gemeinnützigkeit versehen an der Stelle. Deswegen, denke ich, freue ich mich, dass wir das in den Ausschüssen nachher noch am besten weiter beraten, denn die Bereitschaft dazu habe ich jetzt ja schon so vernommen. Und von daher danke ich für die lebhafte Debatte und verabschiede mich dann hier an der Stelle mit einem kräftigen „Sport frei!“. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP – Heiterkeit bei Sebastian Ehlers, CDU, und René Domke, FDP)

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