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Harry Glawe

CDU 01.07.2022 Sitzungen 8/28

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sicheres Schwimmen für alle Kinder ist ein wichtiges Ziel. Das ist so, wir haben etwa ein Drittel aller Grundschüler, die nicht schwimmen können, das ist schon herausgearbeitet worden. Und entscheidend ist, dass wir weiterhin intensiv daran arbeiten müssen, dass wir insgesamt sicheres Schwimmen in der Grundschule absichern. Und wir hatten ja die Corona-Zeit. Die hat auch dazu geführt, dass wir bei den Fünft- und Sechstklässlern, den heutigen Fünft- und Sechstklässlern, auch Nachholbedarf haben. Wichtig ist, dass ein Konzept jetzt auf den Weg gebracht ist, und darin sind sich alle Fraktionen hier im Haus einig. Denn denken Sie immer daran: Was hat dazu geführt, dass die DLRG gegründet wurde? Das war ein furchtbares Unglück vor 110 Jahren in Binz auf der Insel Rügen. Dort hat ein Dampfer eine Anlegestelle gerammt und 100 Menschen stürzten ins Wasser. Davon kamen 16 Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Und das hat dazu geführt, dass die DLRG damals das Licht der Welt erblickt hat, und man kann sagen, diese Institution hat sich über alle Jahre bewährt. Meine Damen und Herren, natürlich ist es wichtig, dass wir Schwimmlehrer haben, dass wir Rettungsschwimmer haben, dass auch die Vereine und Verbände, aber auch eben die Schulen intensive Angebote machen, und wir müssen davon wegkommen, dass es nur Schwimmunterricht ab dem 1. August gibt für vier/fünf Wochen in diesem Korridor. Wir haben noch nicht genug Schwimmhallen. Und wenn die AfD jetzt vorhin gerade vorgetragen hat, wir haben 20 Millionen im Haushalt eingeplant, dann kann ich Ihnen sagen, das sind zwei Schwimmhallen, mehr ist das nicht. (Enrico Schult, AfD: Das ist eine Kofinanzierung, Herr Glawe.) Ich will nur sagen, das enttäuscht nun mal. (Enrico Schult, AfD: Besser als gar nichts.) Ja, besser als gar nichts, aber ich meine, das ist kein großer Wurf. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir mittelfristig daran arbeiten, dass mehr Schwimmhallen gebaut werden. (Enrico Schult, AfD: Da haben Sie uns an Ihrer Seite.) Na dann ist es ja gut. (Enrico Schult, AfD: Für die nächste Legislaturperiode dann.) Dann können Sie doch Beifall klatschen jetzt, ne?! Da können Sie doch Beifall klatschen. (Beifall und Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD) Also wichtig ist, dass da mittelfristig was gemacht wird, und ich denke, dass wir da auch in den nächsten Jahren weitere Fortschritte machen können. Ich will darauf hinweisen, dass in Anklam eine Schwimmhalle gerade eingeweiht worden ist, dass in Bergen eine gebaut wird. Also es gibt auch positive Beispiele, aber insgesamt reicht es natürlich nicht. Wir sind das Land der, nach meiner Meinung, 1.000 Seen und 1.800 Kilometern Küste. Das fordert natürlich auch heraus, dass eben die Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem die Kinder hier in Mecklenburg-Vorpommern auch schwimmen können. Und da sind auch die Eltern mit gefordert. Das kann nicht nur der Staat alleine machen, auch Eltern haben nach meiner Meinung zumindest die Aufgabe, eigentlich dafür zu sorgen, dass, wenn die Kinder in die Grundschulen kommen, sie schon Elemente des Schwimmens können. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Enrico Schult, AfD: Sehr richtig!) Und sicherer Schwimmer ist natürlich das große Ziel, um sich auch deutlich über Wasser halten zu können, tauchen zu können et cetera. Und die entscheidende Frage, Rettungsschwimmer ausbilden und Schwimmlehrer und pädagogische Ansätze, das hat die Minister alles vorgetragen, ist völlig unstrittig. Ich bin sehr froh, dass wir in den letzten Wochen intensiv mit der Wissenschaft, mit Praktikern und mit der Politik eine Lösung vorgeschlagen haben, die wir die nächsten Jahre verfolgen werden, und ich denke, dieses Thema wird dieses Haus auch in der Frage weiterhin geeint sehen, denn am Ende geht es darum, die Zukunft für die Kinder vorzubereiten. Und Schwimmen gehört eigentlich auch zu den Themen, die man sicher beherrschen sollte. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU, Jutta Wegner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und David Wulff, FDP)

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