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Harry Glawe

CDU 29.06.2022 Sitzungen 8/26

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! LandRettung – auf dem Land ein äußerst wichtiges Thema, das schon etwas länger auch an der Universitätsmedizin in Greifswald, da gab es ein Bundespilotprojekt, das eigentlich auch die SPD kennen sollte, und Professor Hahnenkamp, hat meine Kollegin Frau Hoffmeister schon genannt, ist sozusagen einer derjenigen, der das in besonderer Weise hervorragend in diesem Modellprojekt auf den Weg gebracht hat. Was hat er gemacht? Erstens hatte er professionelle Hilfe natürlich organisiert und auch das Einführen einer App auf den Weg gebracht. Andererseits hat er gesagt, bei Flächenländern ist es wichtig, dass man viele Bürgerinnen und Bürger einbindet, die als Ersthelfer alarmiert werden können. Wenn eine Person einen Schwächeanfall, einen vermeintlichen Herzschlag oder einen Schlaganfall erlitten hat, dann ist höchste Eile geboten. Und da oftmals die Rettungswege, wie beschrieben wurde von dem Kollegen, bis zu zehn Minuten dauern oder länger, ist es wichtig, dass in den ersten drei Minuten dann auch Hilfe durch Herzdruckmassage et cetera erfolgen kann. Das hilft, Leben zu retten. Von daher will ich die SPD noch mal ermuntern, darüber nachzudenken. Man hat die Erfahrung schon und wenn man jetzt darauf wartet, dass natürlich der Rettungsbeirat noch mal Empfehlungen geben kann, ist es zwar richtig, aber die Empfehlungen werden nicht von dem abweichen, was eigentlich schon in dem Modellprojekt in Vorpommern-Greifswald entwickelt wurde. Im Übrigen will ich darauf hinweisen … (Torsten Koplin, DIE LINKE: Die hatten ja keine Empfehlung, sondern ein Konzept, Herr Glawe. Also das geht ja ein Stück weiter.) Also, Herr Koplin, wenn Sie mir mal zuhören würden (Torsten Koplin, DIE LINKE: Ich höre Ihnen aufmerksam zu!) und nicht immer unqualifiziert dazwischenreden würden, dann wäre ich Ihnen sehr dankbar. (Zuruf von Jeannine Rösler, DIE LINKE) Des Weiteren will ich darauf hinweisen, dass wir also auch aus dem Gesundheits- und Präventionstopf eine Erweiterung auf die Mecklenburgische Seenplatte auf den Weg gebracht haben. Das heißt, am Ende geht es darum, und die Zahlen sind genannt worden, es geht um 654.000 Euro als Anschubfinanzierung, und es geht darum, dann eine Dauerfinanzierung von 350.000 Euro zu organisieren. Und wenn Sie gewollt hätten, dann hätten Sie das jetzt schon im Haushalt eingestellt, zumal, Frau Klingohr, es ist ein Doppelhaushalt. Darauf will ich Sie hinweisen. Das heißt, Sie beschließen einen Haushalt auch für das nächste Jahr. (Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) Und da ist nichts drin. (Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) Herr Koplin, da ist nichts drin. Und Sie sind ja immer für soziale Gerechtigkeit unterwegs. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Genau. – Präsidentin Birgit Hesse übernimmt den Vorsitz.) Aber hier geht es um Lebensrettung und hier geht es darum, Erste Hilfe für jeden Bürger bereitzustellen, der in Schwierigkeiten kommt. So, und da erwarte ich eigentlich von der SPD und der LINKEN, dass sie eigentlich mit wehenden Fahnen diesen Vorschlag von Professor Hahnenkamp dann auch aufgreifen. Und alle anderen Dinge halte ich nicht für gerechtfertigt, noch auf den Winter zu hoffen oder auf November und danach dann erst anzufangen zu diskutieren. Die Themen sind lange bekannt und es trifft Sie auch nicht unvorbereitet. Am Ende geht es darum, die ländlichen Räume zu stärken, vor allen Dingen Leben zu retten und Angebote zu schaffen, die eben auch dafür sorgen, dass Ersthelfer sozusagen gewonnen werden können. Das ist ja auch ein weiteres Thema. Professor Hahnenkamp hat ja in besonderer Weise in Greifswald auf dem Markt auch dafür gesorgt, dass Erste Hilfe geleistet wird, und da hat man ja gerade viele Studenten angesprochen und hat da auch, denke ich, sehr eindrucksvoll bewiesen, dass diese Hilfe durch Laien geleistet werden kann, um Leben zu retten, um am Ende auch die Übergabe an professionelle Teams dann sicherzustellen. Am Ende geht es auch um die Frage, Rettungsdienst und KV-Leitstelle et cetera zu verknüpfen. Das sind alles Themen, die sind auch bekannt. Von daher, Herr Koplin, bin ich jetzt sehr gespannt auf Ihre Antwort. Ich sage Ihnen, dieser Antrag muss nicht verschoben werden, man sollte sofort handeln. Und ich glaube, die Bürgerinnen und Bürger und die Menschen erwarten das auch von diesem Hohen Haus und vor allen Dingen von Rot-Rot. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)

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