Harry Glawe
Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Dieser Gesetzentwurf, der gerade auch die Landesregelungen betrifft, hat ja den Vorläufer Pflegeberufegesetz auf Bundesebene gehabt, und das Land ist jetzt angehalten, Verordnungsermächtigungen et cetera auf den Weg zu bringen. Das Sozialministerium und das Bildungsministerium werden also Verordnungsermächtigungen erhalten und damit einzelne Regelungen dann auch im Nachgang noch spezifizieren. Meine Damen und Herren, es haben viele andere Bundesländer diesen Weg auch beschritten, so wie Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und das Saarland, und Mecklenburg-Vorpommern schließt sich also auch diesen Vorbildern mit an. Die generalisierte Ausbildung ist ja ein Thema, das in der letzten Legislaturperiode auf der Bundesebene durch Minister Spahn auf den Weg gebracht worden ist. Und jetzt ist es eben so, dass wir gerade die Themen generalisierte Ausbildung, Altenpflege und dann Gesundheits- und Kinderkrankenpflege am Ende mit einer Spezialisierung im dritten Jahr dann haben werden, sodass wir insgesamt dafür sorgen können, dass die Fachkräfte dann breit ausgebildet sind und auch im Laufe ihres Lebens nicht nur an einen Arbeitsplatz, zum Beispiel in einem Alten- und Pflegeheim, gebunden sind mit einer Qualifikation, sondern sie haben die Möglichkeit, dann auch zu wechseln und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiter auszubilden. Meine Damen und Herren, Akteure und Verbände, die generalisierte Pflegeausbildung sind ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie werten den Pflegeberuf deutlich auf. Und Sie wissen auch, dass wir auch im Bereich der Ausbildung zum Bachelor hier an der Universität in Greifswald weitere Schritte unternehmen. Und da will ich darauf hinweisen – das gehört zwar nicht direkt zum Komplex, aber ich will darauf hinweisen –, dass die Universität hier in Vorleistung geht mit 750 Euro pro Studierendem. Und es ist nicht Aufgabe der Universität, diese Mittel bereitzustellen. Das hat eigentlich das Bildungsministerium zu tun. Ich will darauf hinweisen, dass das ein Mangel ist, der unbedingt durch die Regierungskoalition abgestellt werden muss, um also auch in dieser Frage dem Studium gerecht zu werden und dann auch die Hochschule, die Universität mit den entscheidenden Mitteln auszustatten. Grundsätzlich will ich sagen, diese Pflegeberufereform ist auf dem richtigen Wege. Und wir haben also, glaube ich, im Ausschuss sehr konstruktiv daran mitgewirkt. – Von daher vielen Dank, dass Sie so aufmerksam waren! Ich wünsche Ihnen noch gute Beratungen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)
