Martin Schmidt
Ja, um auch noch mal zu den Sanktionen zurückzukommen, wir können ja auch beim Beispiel Russland bleiben. Wir müssen ja nicht nach Kuba, wie wir es eben gemacht haben, oder in andere Länder. Seit 2014 gibt es dort Bürgerkrieg. Und machen wir uns alle nichts vor, wir alle wussten, dass die Russische Föderation mit Waffen, mit Soldaten, die quasi unter falscher Flagge operierten, auch natürlich im Donbass immer schon geholfen hat. Das wussten Sie alle, trotzdem haben Sie Stiftungen gegründet, Nord Stream 2 bauen lassen. Wir alle wussten das, das wusste jeder, und jetzt tun Sie so, oh, wir sind völlig überrascht. Also das ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Und seit 2014 gibt es diese ersten Sanktionen schon, was vor allen Dingen den militärisch-industriellen Komplex dort betroffen hat, was viele Personen betroffen hat, und es hat eben nicht irgendwas gestoppt. (Zuruf von René Domke, FDP) Im Gegenteil, wir haben jetzt die Verschärfung, und da meine Bitte einfach, denken Sie darüber nach, was bringt das alles, können wir wirklich auf diesem Planeten mit unserer wichtigen Volkswirtschaft, die sehr auf Rohstofflieferungen angewiesen ist – wir haben eine Basarwirtschaft hier in Deutschland –, können wir da wirklich sagen, wir wollen das größte Rohstofflager der Welt für immer abkapseln! Wir sehen das nicht so. Wir hoffen aber, dass die Wirtschaft da ein bisschen noch auf Sie einwirkt, spätestens wenn es darum geht, Arbeitsplätze erhalten zu müssen und … (Daniel Peters, CDU: Wie wollen Sie denn den Krieg beenden? Beantworten Sie doch mal die Frage!) Ich wurde gerade gefragt, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Daniel Peters, CDU: Was ist denn Ihre Idee?) wie ich den Krieg beenden will. (Daniel Peters, CDU: Sie wollen verhandeln, ja?) Das vermag ich jetzt hier an dieser Stelle auch nicht zu entscheiden, (Unruhe vonseiten der Fraktionen der AfD und CDU) und da haben wir auch sicherlich …
