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David Wulff

FDP 07.04.2022 Sitzungen 8/19

Ja, dann Herr Daniel jetzt noch mal. (allgemeine Heiterkeit – Henning Foerster, DIE LINKE: Ist ja wirklich lustig.) Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Herr Beitz, Sie haben mich jetzt doch noch mal nach vorne hier getrieben, und zwar mit dem Punkt, wir müssen Sie ja nicht zum Jagen tragen. Und das ist etwas, wo ich sagen muss, da müssen wir wohl doch noch mal drauf eingehen, denn ich habe gerade extra noch mal nachgeguckt, nicht, dass ich da jetzt etwas verpasst habe, aber Sie sind doch auch immer noch Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Vorpommern-Greifswald. Und ich finde … (Falko Beitz, SPD: Das wissen Sie ja, weil wir Kollegen sind.) Na ja, nicht, dass ich da was verpasst hätte oder so. Deswegen habe ich es noch einmal geprüft, bin ja auch nicht immer so auf dem Laufenden. (Falko Beitz, SPD: Ach so?!) Aber ich finde, unser Wirtschaftsminister Herr Meyer hat das eingangs wirklich sehr gut ausgeführt, und vor allen Dingen möchte ich es an der Stelle auch noch mal unterstützen, dass gerade jetzt diese Abwägungen da auch getroffen wurden, dass gerade Lubmin da auch noch mal mit drin ist. Und wir haben mit den Standorten Rostock und Lubmin wirklich zwei exponierte Standorte hier in Mecklenburg-Vorpommern, die für die komplette Energiewende nicht nur in Deutschland, sogar für Europa eine wirkliche Rolle spielen können. Das heißt, diese Weitsicht, die wir hier entwickeln müssen, heißt doch nicht einfach nur, wir müssen uns jetzt irgendwie entscheiden und gucken, wie wir jetzt mal schnell diese Brückentechnologie hinbringen. Das wurde ja auch hinreichend jetzt ausgeführt von Ihnen, Herr Meyer. Diese Floating Storage and Regasification Units, diese Schiffe, das sind ja bewegliche Dinge, die können halt kommen und die können halt wieder gehen. Und ich fand diesen Punkt, einfach noch mal die Pipeline da über das Geländer zu legen und selbst dann noch mal irgend- wie nach Güstrow anzuschließen, die 25 Kilometer, das ist genau das, was wir brauchen, weil, wir hatten das Thema gestern, Transferstrategie. Wir haben in Rostock ein Leibniz-Institut für Katalyse, die unglaublich krasse Forschungsprojekte machen, wo sie dann halt auch aus Wasserstoff quasi künstlichen Diesel, also künstliche Treibstoffe, also E-Fuels faktisch erzeugen, und dafür brauchen wir nachher auch diese Pipelines, um damit weiterzumachen. Das heißt, das ist eine Infrastrukturinvestition, wenn diese Schiffe nachher weg sind. Und diesen gleichen Gedanken – deswegen bin ich noch mal hier – hätte ich mir ganz gerne auch für Lubmin gewünscht. Denn nehmen wir mal an, wir machen das jetzt in Rostock, das geht alles schnell und vielleicht aufgrund der großen Weltlage findet sich ja doch noch mal auch ein privater Investor, der sagt, ich würde doch ganz gerne nach Lubmin – weil, vielleicht weiß der eine oder andere das, in Südkorea haben sie schon angefangen mit dem Nachbau oder weiteren Bau von diesen Schiffen, damit wir nicht noch so lange in der Pipeline stehen –, und dann ist es halt diese Fahrrinnenvertiefung, die wir da haben. Und das sehe ich doch noch mal als ganz große Chance zu sagen, na ja, vielleicht gibt es doch noch mal die Möglichkeit im Gesamtkontext, diese große Chance für Mecklenburg-Vorpommern, den Standort Lubmin noch mal mit wieder in die Betrachtungen zu ziehen und die Fahrrinnenvertiefung nicht nur für dieses eine Schiff und nicht nur für dieses eine Projekt zu sehen, sondern als wirkliche Chance für die Standortentwicklung, für diesen doch sehr bedeutenden und wichtigen Standort für die Energie und Industrie in Vorpommern. Das wollte ich hier noch mal anbringen. – Danke! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)

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