Horst Förster
Herr Peters, Sie haben gerade die Sanktionen angesprochen, da haben wir eine klare Auffassung zu, nämlich die, die eigentlich immer üblich war, dass Sanktionen auch wirken müssen. Wir reden in der ganzen Diskussion jetzt nicht darüber, ob Sie sofort den Gashahn ab…, also diesen Boykott machen, das wäre logisch, Sie reden darüber, wie Sie die Zeit, solange sie noch Putin um Gas anbetteln, überspringen oder überbrücken können, bis wir wirklich ohne das derzeit gelieferte Gas hinkommen – eine völlig andere Situation. Und das heißt im Klartext nichts anderes, als dass wir derzeit erkennen, dass wir auf das Gas angewiesen sind – das ist auch die Auffassung der Bundesregierung –, das beziehen wir. Und dieses Flüssiggas, dieser Flüssiggasersatz wird sich frühestens in einem Jahr – ich sag mal, ein halbes Jahr –, in einem Jahr auswirken. Dann sind wir in einer völlig anderen Situation, gehen wir alle davon aus, dass der Krieg vorbei ist, und dann wird die Frage, ob wir dann Flüssiggas oder was anderes machen, für den Krieg gar nichts mehr bedeuten. Dann geht es allein darum, ob wir das russische Volk bestrafen und nicht Putin, und deshalb ist schon heute über den Tag hinaus zu überlegen, ob das wirklich sinnvoll ist mit den ganzen Nachteilen, die angesprochen worden sind, auch die Umweltproblematik, die wirtschaftlichen Nachteile, und auch die Flüssiggasproblematik ist ja für eine gewisse Zeit. Das heißt also, logisch wäre das Ganze, was Sie propagieren, die ganze Euphorie, mit der Sie jetzt in das Flüssiggas umsteigen, wäre nur logisch und konsequent, wenn das direkt dazu beitragen würde, dass wir tatsächlich Putin damit beeindrucken könnten, den Gashahn jetzt abzudrehen. Das geschieht gerade nicht. Jetzt denken Sie mal ein Jahr weiter, ob das Ganze Sinn macht! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
